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DSDS: Superstar-Casting-Tour in Saarbrücken

Saabrücken. Parti Balachandran hat den Lkw, der ihm die Welt bedeutet, fest im Blick. Ein 184-PS-Monstrum in den „DSDS“-Farben Blau und Weiß. Es ist 14 Uhr, seit zwei Stunden steht der 20-jährige Wadgasser in der Warteschlange, die sich vor dem sogenannten Casting-Truck gebildet hat. Parti hat dunklen Teint, ein lachendes Gesicht, trägt eine babyblaue Trainingsjacke und glänzendes „Blingbling“ um den Hals. „Es wird schon klappen“, sagt er. Jeden Moment muss er an der Reihe sein. Dann werden sie die Absperrung für ihn öffnen, ihn in ein Tipi-artiges Vorzelt führen, von wo er schließlich in das Innere des blickdichten Lkw geführt wird. Was auch immer ihn dort erwartet – eines wisse er jetzt schon, sagt Parti: „Selbstbewusstsein ist das Wichtigste.“ Und wie zum Beweis lacht er ein etwas überdrehtes Lachen. Dann ist es soweit.



RTL – besser, die mit dem Casting beauftragte Firma Grundy Light Entertainment – ist wieder untwerwegs, auf der Suche nach dem neuen Superstar. Der Saarbrücker Gustav-Regler-Platz war gestern die erste Station der deutschlandweiten Späh-Tour. Wer Horden kreischender Teenies erwartet hatte – die Bilder, die RTL manchmal von solchen Casting-Aktionen zeigt, hätten es durchaus vermuten lassen können – wurde enttäuscht. Mehr Schaulustige als Superstar-Aspiranten fanden sich auf dem sonnengefluteten Vorhof der Stadtbibliothek ein. Was durchaus den Proportionen der Sendung entspricht.  Denn den rund 30 000 Bewerbern, die mit mal mehr, meist jedoch weniger vorhandenem Gesangstalent versuchen, den großen Durchbruch zu schaffen, stehen Millionen Deutsche gegenüber, die sich über die peinlichen TV-Auftritte der Möchtegern-Superstars amüsieren, welche zuvor natürlich alle Rechte an Bild und Ton schriftlich abgetreten haben. Das Format ist seit Jahren höchst erfolgreich. Und auch die neunte Ausgabe, die Anfang 2012 startet, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit sein.

Weniger erfolgreich ist dagegen Parti. Der Gymnasiast kann die Juroren im Lkw mit seiner Version von „Miss California“ nicht überzeugen. Er nimmt es gelassen, will nun „trainieren“ und es bald wieder versuchen. jkl
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