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Damit Facebook-Partys nicht eskalieren: Neuer Ratgeber gibt Tipps

Juli 2011: Über 2000 feierwütige Jugendliche und junge Erwachsene stürmen den kleinen Ort Numborn in der Gemeinde Heusweiler, die bisher größte Facebook-Party Deutschlands verursacht einen Schaden von etwa 50 000 Euro. Damit sich dies nicht wiederholt, hat das saarländische Innenministerium gestern einen Online-Ratgeber zum „Umgang mit ‚Facebook-Partys', Flash- und Smartmobs“ vorgestellt.

Dieser soll vor allem den Ortspolizeibehörden als Leitfaden dienen. Denn „die sogenannten Facebook-Partys entstehen sehr spontan“, erklärte Landespolizeipräsident Norbert Rupp gestern. „Der Einsatz ist vorher nicht planbar. Derjenige, der einlädt, ist zudem oft anonym.“ Auf 20 Seiten erklärt der Ratgeber deshalb nicht nur die drei Begriffe und den rechtlichen Rahmen, sondern stellt auch Handlungsoptionen für die Behörden zusammen. Beispielsweise wird erklärt, wie eine Veranstaltung korrekt aufgelöst wird. Auch ein Muster einer Lautsprecherdurchsage liegt bei. Zudem beinhaltet das Dokument Ausführungen zu Sonderfragen wie der Kostenerstattung – wer haftet für die Schäden, wenn eine Facebook-Party ausartet? „Das ist schwierig zu beantworten“, sagte Rupp. „Denn der, der einlädt, ist fast nie der, der randaliert.“ So müsse im Einzelfall entschieden werden, ob der Veranstalter als „Zweckveranlasser“ gilt, also ob er eine Gefahr zumindest billigend in Kauf nehme, heißt es in dem Ratgeber. Wie man einen anonymen Veranstalter ermitteln und mit ihm Kontakt aufnehmen kann, fehlt jedoch in dem Dokument.

Innenministerin Monika Bachmann (CDU) betonte bei der Vorstellung, dass man solche Veranstaltungen nicht kriminalisieren wolle. „Die jungen Leute sollen feiern“, sagte sie. „Es soll dabei aber für andere Menschen kein Schaden entstehen.“

Der Leitfaden gilt auch für Flashmobs und Smartmobs. Das sind öffentliche Aktionen wie Tänze oder Proteste, die sich nach Minuten wieder auflösen. Probleme seien bei den insgesamt neun Flashmobs, die es im Saarland seit 2012 gab, noch nicht aufgetreten. „Zum größten Flashmob in der Region kamen aber 1100 Menschen“, sagte Rupp. „Da muss die Polizei vorbereitet sein.“ Der Ratgeber, so Bachmann, helfe auch Veranstaltern von Partys und Flashmobs, auf der rechtlich sicheren Seite zu sein. Interessierte finden die Broschüre im Internet. pal

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