L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Damit Mieze ihre Medikamente frisst

Bonn. Es ist von Tier zu Tier unterschiedlich, wie der Vierbeiner auf die Verabreichung von Medikamenten reagiert. „Grob gesagt, ist es beim Hund einfacher als bei einer Katze“, erklärt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte aus Frankfurt. Auch bei Kleintieren und Vögeln könne es je nach Medikament etwas schwieriger werden. Die größten Probleme mache meist die Verabreichung von Tabletten und Pillen. Für den Fall, dass Tiere ihre Medikamente überhaupt nicht schlucken wollen, gibt es verschiedene Kniffe und Hilfsmittel.

Futter mit dem Medikament präparieren

Ein beliebter Trick ist, das Futter mit dem Medikament zu präparieren. „Bei Hunden kann man die Tablette beispielsweise in etwas Wurst verpacken“, rät Behr. „Doch es sollte genau beobachtet werden, ob die Tablette auch tatsächlich runtergeschluckt und nicht nach einiger Zeit wieder ausgespuckt wird.“ Je nach Wirkstoff könne sie auch zerbröselt und ins Futter gedrückt werden.

Wer sicher gehen will, dass die Tablette wirklich dort ankommt, wo sie hin soll, kann sie direkt ins Maul geben – worauf Katzen aber häufig besonders wehrhaft reagieren. „Man muss das Tier sehr gut festhalten, den Fang öffnen, die Tablette weit hinten hineinlegen, dann schließen und letztlich vorsichtig über den Kehlkopf streicheln“, beschreibt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn den Vorgang. In flüssiger Form könnten die Medikamente dagegen mit einer Spritze ohne Nadel in die Wangentasche verabreicht werden.

Als Hilfsmittel können Tierhalter aber auch auf einen sogenannten Tablettengeber zurückgreifen. „Dann muss man nicht mit dem Finger ins Maul des Tieres“, erläutert Behr. Solch ein spritzenähnlicher Tablettengeber kann bei den meisten Haustieren zum Einsatz kommen – ob Hund, Katze, Meerschweinchen oder Kaninchen.

Medikamente im Wasser

Häufig werden Medikamente auch über das Trinkwasser verabreicht. „Dabei muss die Menge aber so gering sein, dass die Tiere das auf jeden Fall austrinken“, rät Tierarzt Klaus Kutschmann. „Für die über die Haut aufgenommenen Medikamente sucht man am besten eine Stelle aus, an die die Tiere nicht rankommen, beispielsweise den Nacken.“

Nicht immer kann die Stelle aber ausgesucht werden. „Wenn eine Wunde eingesalbt wird und es für das Tier schmerzhaft ist, kann es zu Abwehrreaktionen kommen“, sagt Umlauf. Außerdem sei es möglich, dass die Tiere die Salbe ablecken. Das müsse zwar nicht immer schädlich sein, die gewünschte Wirkung werde aber nicht erzielt.

„Entweder benutzt man in diesem Fall einen Verband oder einen sogenannten Kragen oder man lenkt einen Hund beispielsweise ab, indem man mit ihm Gassi geht“, erklärt die Kleintier-Expertin.

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