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Damit die Party nicht tödlich endet: St. Ingbert macht bei „Saarbob“ mit

Das Projekt „Saarbob“ richtet sich an 18- bis 24-jährige Autofahrer. Diese führen die Statistik der schweren Verkehrsunfälle im Saarland an. „104 Tote und 1232 Schwerverletzte gab es in den vergangenen zehn Jahren“, sagte Roland Rosinus. Der Polizeibeamte ist Mitarbeiter des Landesinstitutes für präventives Handeln und war im Saarland von Anfang an in das Projekt involviert. Als Saarbob zählt derjenige junge Fahrer, der einen Abend lang „Chauffeur“ spielt und dabei ganz gezielt keinen Alkohol trinkt. „Somit sollen soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein verstärkt werden“, erklärte Rosinus. Um diese Verantwortung sichtbar zu machen, erhält der Saarbob einen gelben Schlüsselanhänger.

Damit bekommt er in teilnehmenden Kneipen, Discos und Gaststätten eine Anerkennung, zum Beispiel ein alkoholfreies Gratisgetränk. In St. Ingbert nehmen zurzeit lediglich eine Handvoll daran teil, doch saarlandweit gäbe es mehr als 300 „Bob-Lokale“. Saarbob soll sich vor allem an die Gefühls- und Verstandesebene richten, erläuterte Rosinus. Um diese emotionale Komponente hervorzuheben, wurde im Vorfeld der Kurzfilm „Du fehlst“ gezeigt.

Darin wird in eindringlichen Bildern die Geschichte eines tödlichen Verkehrsunfalls nacherzählt. Eindringlich gestaltete sich auch der „Saarbob- Song“, den das Rap-Duo Forza & C.r.a. darbot und einem verunglückten Freund gewidmet ist. Zum Ende des Rahmenprogramms übernahm Stadtratsmitglied Sven Meier den großen gelben Bob-Schriftzug. Damit ist St. Ingbert offizielle „Saarbob“-Stadt.

Im Anschluss bestand für die Schüler noch die Möglichkeit, an mehreren Stationen hautnah die negativen Auswirkungen des Alkoholgenusses zu erleben.

Die „Rausch-Brille“ simulierte das Betrunkensein und an einem Fahrsimulator mussten verschiedene Fahrstrecken unfallfrei zurückgelegt werden. Die Schwierigkeit daran: eingeschränktes Sichtfeld und verlängerte Reaktionszeiten wurden per Computer mit berücksichtigt, obwohl der Fahrer nüchtern war.

www. saar-bob.de

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