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Dank Sponsor : 20 000 Euro fürs Saarbrücker Filmhaus

Ein privater Sponsor hat dem Saarbrücker Filmhaus 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Ein privater Sponsor hat dem Saarbrücker Filmhaus 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Saarbrücken. Genannt werden wolle der edle Spender nicht, sagt Filmhaus-Leiter Michael Jurich. Aber wer auch immer es ist, der aus privater Tasche 20 000 Euro ans Filmhaus überweist, er macht sich verdient um die Saarbrücker Kinokultur. Denn dank der Spende werden in Saarbrücken künftig mehr Filme zu sehen sein – und sie werden aktueller, also früher auf die Leinwand kommen als bisher, sagt Jurich.

Seit Februar managt Michael Jurich als Leiter des städtischen Amts für kommunale Filmarbeit das Filmhaus. Und ebenso lange beschäftigt er sich mit der Technik dort. Eine Technik von gestern, die qualitativ längst überholt und zu teuer ist, wie er findet. Der Aufwand, den die 35 Millimeter breiten Filmstreifen verursachen, sei einfach zu hoch, sagt der Experte.

20 bis 30 Euro kostet der Transport einer Filmrolle

Etwa drei Kilometer ist ein Filmband für einen Spielfilm. 25 bis 30 Kilogramm wiegt so eine Filmrolle, rechnet Jurich vor. Problem Nummer eins: So eine Filmrolle vom Filmverleih quer durch die Republik ins Saarbrücker Kino zu transportieren, sei eine verhältnismäßig teure Angelegenheit. 20 bis 30 Euro koste der Transport einer Filmrolle – und Woche für Woche werde mehr als eine Rolle geliefert.

Problem Nummer zwei hat ebenfalls mit Geld zu tun: Eine Filmkopie koste 1000 bis 3000 Euro. Was dazu führe, dass die Verleiher von vielen Filmen nur wenige Kopien anfertigen lassen. Das wiederum führt dazu, dass Kinos warten müssen, bis eine Kopie frei wird. Das Saarbrücker Filmhaus steht nicht ganz oben auf der Prioritätsliste der Verleiher

Problem Nummer drei: Die 35-Millimeter-Filme verschleißen schnell. Die Bildqualität sei manchmal selbst bei recht neuen Filmen schlecht, sagt Jurich.

Die Lösung für alle drei Probleme: Filme auf digitalen Festplatten. Diese elektronisch gespeicherten Filme werden in größeren Stückzahlen produziert, so dass auch Saarbrücken direkt zum bundesweiten Filmstart bedient werden kann.

Neue Technik spätestens im November

lität der digital gespeicherten Filme leidet nicht, wenn sie oft vorgeführt werden. Und die digitalen Festplatten lassen sich günstig per Post verschicken.

Spätestens im November soll die neue Technik, die bereits im kleinen Saal genutzt wird, auf der großen Leinwand im Filmhaus zum Einsatz kommen.

Positive Nebeneffekte: Mit dieser Technik könne das Kino tagsüber an Firmen vermietet werden, die diese Technik für Präsentationen nutzen. Und das Max-Ophüls-Filmfestival im Januar werde wie das Filmhaus selbst durch die neue Technik Geld sparen, verspricht Michael Jurich.

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