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Dank Video: Schlossberg-Höhlen alleine erkunden

Die Schlossberg-Höhlen in Homburg haben  in den zurückliegenden
Monaten eine deutliche bauliche Aufwertung erfahren.

Die Schlossberg-Höhlen in Homburg haben in den zurückliegenden Monaten eine deutliche bauliche Aufwertung erfahren.

Homburg. In etwas mehr als einem Monat, Anfang Dezember, werden die Homburger Schlossbergehöhlen für rund acht Wochen in den „Winterschlaf“ gehen. Dann liegt ein bewegtes Jahr hinter einem der bedeutensten Homburger Wahrzeichen. Denn: Die größten Buntsandsteinhöhlen Europas erfuhren in den zurückliegenden Monaten eine deutliche bauliche Aufwertung. Insgesamt 900 000 Euro wurden in ein erweitertes Sicherheitskonzept gesteckt, dass es in der Saison 2011, acht Jahre nach dem Deckensturz im Thronsaal im Jahr 2003 und der damit verbundenen zeitweisen Sperrung der Höhlen, wieder möglich gemacht hat, in einem Rundkurs die zehnte Etage der Höhlen zu erkunden. Allerdings, und das empfinden vor allem viele alte Homburger als deutliche Einschränkung, ist es derzeit nicht mehr möglich, auf eigene Faust und ohne Begleitung eines Höhlenführers die beeindruckenden Felsformationen zu erkunden.

Daran und an einigem mehr soll sich nun aber etwas ändern – und das möglicherweise schon in der Winterpause 2011/ 2012. Diese Änderungen betreffen auch die im Zuge der Sanierung erschlossenen weiteren zwei Etagen, die nun endlich zugänglich gemacht werden sollen. Bislang waren die für den Publikumsverkehr nicht geöffnet, da eine Aufnahme dieser weiteren Höhlen-Bereiche die geführten Touren über Gebühr verlängert hätten. Damit hätte sich, so die Einschätzung der Verantwortlichen, bei einem eigentlich größeren Angebot, die tatsächliche Zahl der zahlenden Besucher durch eine verminderte Häufigkeit von Führungen reduziert.

Nun soll eine Echtzeit-Video- Überwachung es Besuchern ermöglichen, ersetzend oder ergänzend zu den Führungen die Höhlen zu erkunden, dann auch in den zwei „neuen“ Etagen. Auf diese Weise wäre eine Sicherung des Höhlenbereiches möglich, ohne jeden Abschnitt mit Sicherheitskräften zu personalisieren. Zusätzlich sollen Informationssäulen es ermöglichen, auch ohne die kundigen Bergführer die Geschichte der Buntsandsteinhöhlen zu erfahren. Würde diese Planung Realität werden, so könnte sich das Erscheinungsbild der Höhlen binnen weniger Monate für den Besucher erneut wesentlich ändern. Und der Hinweis auf der Internetseite der Stadt Homburg „Eine telefonische Voranmeldung ist empfehlenswert (auch bei Einzelbesuchern). Sie vermeiden dadurch längere Wartezeiten oder in Stoßzeiten sogar Einlassverweigerungen wegen Überbuchung“ würde wohl in dieser Form zur langen Geschichte der Höhlen gehören.

Derzeit prüft man in der Stadtverwaltung noch, ob sich diese Maßnahmen in der Winterpause werden umsetzen lassen. Für Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff wäre dies der ideale Zeitpunkt, „denn dann können die Handwerker in Ruhe und ohne Publikumsverkehr ihre Arbeit machen.“ Und wären die passend zur regulären Wiedereröffnung der Höhlen im Februar 2012 abgeschlossen, dann könnte sich auch die Zahl der Besucher weiter steigern. Bislang haben 19 000 Gäste 2011 die Höhlen besucht

AUF EINEN BLICK

Die Homburger Schlossberghöhlen sind ein Produkt von Menschenhand. Im 17. Jahrhundert wurde der sehr quarzhaltige Sand vor allem für die Glasproduktion, später für die Herstellung von Scheuersand abgebaut und der Schlossberg dabei in viele Richtungen durchgraben. Das System aus Gängen und Kammern diente in Teilen aber auch der darüber gelegenen Festung Hohenburg als Lagerraum für Vorräte und Munition. Nach ihrer Blütezeit gerieten die Buntsandsteinhöhlen in Vergessenheit, erst in der 1930ern wurden sie wiederentdeckt. thw
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