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„Darum lachen ja auch so viele“: Was Komiker Mario Barth über Beziehungen und Frauen denkt

Mario Barth kommt am 5. Mai 2017 mit seinem neuen Programm „Männer sind bekloppt, aber sexy“ nach Saarbrücken. Foto: dpa

Mario Barth kommt am 5. Mai 2017 mit seinem neuen Programm „Männer sind bekloppt, aber sexy“ nach Saarbrücken. Foto: dpa

Wie haben Sie die Tage zwischen den drei Auftritten in Saarbrücken verbracht?

 

Barth: Wenn wir drei Tage an einem Ort sind, gibt es einen ganz großen Vorteil: Die Crew muss am Abend nicht ab- und morgens wieder aufbauen. Das heißt: Wir können früh ins Hotel und uns regenerieren – was auch wichtig ist. Dann versuchen wir immer an dem Mitteltag irgendwas zu machen. Sei es eine Städte-Tour, um zu gucken, wo wir überhaupt sind.

 

Sie haben mal gesagt, dass es gut für die Beziehung ist, auf Tour zu sein. Weshalb?

 

Barth: Total, da bin ich immer noch der Meinung. Dass ist ja auch das, was ich am Ende meiner Show sage. Mir hat die Presse jahrelang immer wieder gesagt: Du hast gar keine Botschaft, wo ist deine Message? Ich habe das nie verstanden, was die von mir wollen. Ich brauch' doch keine Message. Wenn die Leute über die Gags lachen, dann haben sie doch die Message verstanden. Ich sag' immer: Reg' dich nicht auf, sondern lach' doch darüber. Wenn das deine Frau wieder mal macht – meine Güte, sie sind so. Frauen wollen immer kuscheln, sie wollen immer angefasst werden. Männer mögen das nicht so, aber wir machen's halt. Und ich bin halt der Meinung: Man muss wieder ein bisschen bekloppter sein. Wenn Du von Montag bis Freitagabend um 17.30 Uhr nach Hause kommst, nur da sitzt, dann wird es langweilig. Dann gibt es Paare, die schaffen es, am Wochenende was zu unternehmen, in einen Hochseilpark, ins Theater oder in ein Museum zu gehen. Also, die organisieren ihr Leben spannend. Und dann sind die 30 Jahre mit demselben Partner zusammen.

 

Viele glauben, Ihre Programme basieren auf Erlebnissen, die Sie mit Ihrer Partnerin gemacht haben. Stimmt das nicht?

 

Barth: Naja, das Privatleben ist bei mir ja immer privat. Darum heißt es ja so. Es ist so, dass ich letztendlich ein ganz normaler Mensch bin. Ich werde in Saarbrücken einkaufen gehen, muss ein bisschen was besorgen. Ich nutze das dann immer. Dann muss ich das nicht in Berlin machen. Da laufe ich ganz normal draußen rum. Und dann siehst du einfach Dinge, das ist der Alltag. Ich versuche das natürlich in das Programm einfließen zu lassen. Mein Privatleben ist ja nicht anders – wir wohnen ja nicht in einem Palast mit 20 Leuten, Personal, und meine Freundin sitzt an einem 60 Meter langen Eichentisch. Wir leben ein ganz normales Leben. Und daher kann man ja nicht sagen: Ist das aus meinem Privatleben oder von anderen Leuten, aus dem Freundeskreis. Die aus meiner Crew haben auch alle Beziehungen. Darum lachen ja auch so viele. Wenn es nur eine Geschichte zwischen mir und meiner Partnerin gewesen wäre, würden die Leute da sitzen und sagen: Habe ich nicht verstanden, was will er jetzt von mir? Das Interessante daran ist ja: Es gab immer wieder Leute, die gesagt haben, dass das frauenfeindlich ist. Es sitzen 70 Prozent Frauen im Publikum, die sich spätestens nach zwei Minuten ein Taschentuch rausholen und sich die Tränen aus den Augen wischen. Das tun sie ja nicht, weil sie traurig sind, sondern sie erkennen sich. Und eine Frau – das muss man auch mal lobend sagen – hat halt auch die Kraft und das Selbstbewusstsein. Sie lachen über sich und sagen: Ja, so sind wir.
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