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Das Ende der Hirschbach-Ära – 250 Mitarbeiter betroffen

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Dudweiler. Wenn im Juli dieses Jahres der Service-Bereich „Dienste und Werkstatt“ der RAG Deutsche Steinkohle mit Sitz auf der Hirschbach in Dudweiler für immer dicht macht, fällt auch die letzte aktive Bergbau-Bastion im Sulzbachtal, dem einstigen Zentrum des Saar-Kohlereviers.

Während in den Glanzzeiten der Saarbergwerke bis zu 535 Mitarbeiter in der Verwaltung und der Zentralwerkstatt arbeiteten, waren es im Sommer 2010 nur noch 330. Im zweiten Quartal des gleichen Jahres wechselten bereits die ersten Verwaltungsmitarbeiter innerhalb der RAG nach Nordrhein- Westfalen. Das Unternehmen hatte damals mit offenen Stellen in verschiedenen Technik-Bereichen geworben. Die ersten Werkstatt-Leute übersiedelten zum 1. Januar in die Zentralwerkstatt „Prosper“ in Bottrop. Nach Informationen von Fred Petto, Leiter des Dienstleistungsbereichs „Werkstatt“ mit Zuständigkeit für Hirschbach und Bottrop, folgte eine zweite Gruppe von zehn Mann am 1. Februar. Außerdem seien zu Beginn des Jahres 30 Leute in den Bereich „Wasserhaltung“ im Saarland überstellt worden.

Die nächsten werden jeweils zum ersten der Folgemonate ebenfalls den Standort Hirschbach in Richtung „Prosper“ verlassen. Der größte Teil der Belegschaft, nämlich 60, macht sich im April auf den gleichen Weg. Wenn alle laufenden Reparaturaufträge erledigt sind, werden auch sieben der größeren Maschinen wie Dreh- und Fräsbänke demontiert und zu ihrem neuen Platz in der Zentralwerkstatt Bottrop transportiert. Laut Petto wird der übrige Teil der technischen Einrichtung von der RAG Mining Solutions auf dem freien Markt zum Verkauf angeboten. Wenn zum 30. Juni alle Mitarbeiter und die in Bottrop benötigten Maschinen verlegt sind, werden alle Gebäude samt Werkshallen an die RAG Montan Immobilien übergeben.

Die Werkstatt wird bis wenige Wochen vor der endgültigen Schließung noch arbeiten, sodass keine Zeit für rührselige Gedanken aufkommt. Fred Petto, der sich im Unternehmen hochgearbeitet hat, sieht das Ende der Hirschbacher Zentralwerkstatt ziemlich nüchtern, wenn er feststellt: „Wir müssen der Realität ins Auge sehen. Das heißt, dass wir politische Entscheidungen nicht rückgängig machen können. Mein Auftrag lautet klipp und klar, die Zentralwerkstatt in diesem Juli besenrein zu übergeben“.

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