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Das Finale des 1. HfM-Jazzpreises in Saarbrücken

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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40 Gruppen hatten sich beworben, fünf durften am Samstag (12.10.2013) beim Finale des 1. HfM-Jazzpreises in der Hochschule für Musik Saar (HfM) ihre Live- Qualität unter Beweis stellen. Angesichts der Teilnahmebedingungen (Höchstalter 28, mindestens ein Ensemblemitglied noch im Studium), durfte man davon ausgehen, dass dieser Abend durchaus seismographische Qualität im Hinblick auf den Zustand des jungen Jazz’ in Deutschland besaß – und konnte nach fünf halbstündigen Sets sagen: So vital und freiheitsliebend klang er selten.

Vor der geballten musikalischen Kreativität, technischen Brillanz und Innovationsfreude dieser fünf Gruppen muss man wirklich den Hut ziehen. Völlig unverkrampft zitieren die jungen Jazzer aus der Stilgeschichte, wo und wie es ihnen gerade passt. Da fanden beim Saarbrücker Trio Uhl Finesse und brachiale Energie zusammen, als hätte sich John Scofield in einen Punk-Schuppen verirrt; da ließ das Trio Massive Schräge in der ungewöhnlichen Besetzung Gitarre, Klavier, Schlagzeug rhythmisch komplexe, bizarr-schön anmutende Klanglandschaften entstehen, die sich jeder Einordnung entzoge; da versenkten sich die vier Jungs der experimentellsten Gruppe Nachtigall so sehr in ihre aufregend schrägen Kollektiv-Improvisationen, dass es eines Zupfens am Hosenbein des Saxofonisten bedurfte, um die abgelaufene Zeit anzudeuten.

Am Ende ausgezeichnet wurden – neben Uhl-Gitarrist Johannes Schmitz als Solist – zwei Gruppen, denen es beeindruckend gelang, klassische Spielweisen zu modernisieren. Die wohl ausgereifteste Formation, das Quartett um den Gitarristen Igor Osypov (dessen Lehrjahre bei Kurt Rosenwinkel unüberhörbar sind), erhielt den mit 1000 Euro dotierten VSE Jazzpreis.

Der mit 2000 Euro dotierte Hauptpreis schließlich ging an das Trio der Pianistin Julia Kadel. Ihren Auftritt verfolgte man stellenweise atemlos. Da verwandelten sich kleine Figuren zu spätromantischen Fantasien, wurde auf dem Flügel gezupft und geklöppelt, webten Kontrabassist Kalle Enkelmann und Schlagzeuger Steffen Roth Groove- Teppiche, auf denen Kadel in Jarrettscher Manier die Finger laufen ließ. Großartig. jkl

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