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Das Grauen hat ein Ende: Brutale Pizza-Räuber geschnappt

Bei der Durchsuchung der Wohnungen der mutmaßlichen Räuber wurden diese und andere Waffen gefunden.

Bei der Durchsuchung der Wohnungen der mutmaßlichen Räuber wurden diese und andere Waffen gefunden.

Homburg. Hinter 19 schwerwiegenden Straftaten, darunter 14 bewaffnete Raubüberfälle steckt offenbar ein und dieselbe Verbrecherbande. Das hat die Polizei jetzt aufgeklärt. Zwölf Jugendliche (18 bis 22) aus Homburg, Bexbach, Saarbrücken, Neunkirchen und Landstuhl hatten zwischen September vergangenen Jahres und April 2010 Pizzaboten überfallen, Lebensmittelgeschäfte und Spielotheken ausgeraubt. Anführer der Bande soll Polizeiangaben zufolge ein ehemaliger Fachoberschüler (18) aus Homburg-Erbach sein, der die meisten Taten geplant und ausgeführt haben soll.

Mit Pistolen und einem Beil bewaffnet hatten die Täter zwei Homburger Lebensmittelgeschäfte überfallen. Sie bedrohten die Kassiererinnen und forderten die Tagesseinnahmen. In einem Fall schossen sie aus einer Schreckschusspistole, in einem anderen schlugen sie mit dem Handbeil gegen Gegenstände, um ihre Forderungen zu untermauern. Mit einer ähnlichen Masche gingen die Räuber bei Überfällen auf fünf Spielotheken in Neunkirchen, Friedrichsthal, Homburg und Bexbach und zwei Tankstellen in Homburg und Merchweiler vor.

Opfer dieser Bande wurden auch Pizzaboten in Bexbach, Homburg, Bildstock, Wellesweiler und Merchweiler: Sie wurden mit erfundenen Bestellungen an abgelegene Orte gelockt und unter Drohung mit Schusswaffen ausgeraubt.

Besonders brutal gingen die Täter in einer Gaststätte in Homburg-Erbach vor. Bei dem Überfall schüchterten sie den Wirt mit Reizgas ein, sie griffen einen sehbehinderten Gast mit einem Handbeil an, schlugen ihn zu Boden und stahlen seine Geldbörse.

Die Polizei geht von einer Gesamtbeute von 18.000 Euro aus. In der Regel teilten sie sich das Geld unverzüglich nach den Verbrechen auf und gaben es in Gaststätten, Diskotheken und Spielotheken oder für teure Markenkleidung aus. Gegen vier Verdächtige soll in Kürze Anklage erhoben werden.
Anca Klein

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