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Das Herzrasen eines Gast-Artisten: SZ-Mitarbeiter hospitiert im Circus Flic Flac

SZ-Mitarbeiter Marko Völke (Mitte) mit zwei Artisten des Circus Flic Flac in Saarbrücken. Foto: M. Völke

SZ-Mitarbeiter Marko Völke (Mitte) mit zwei Artisten des Circus Flic Flac in Saarbrücken. Foto: M. Völke

Ich sitze im Publikum, die Artisten zeigen in der Manege ihre waghalsigen Kunststücke – so kenne ich den Circus Flic Flac seit Jahren. Doch an diesem Vormittag ist alles anders. Zusammen mit einigen Kollegen soll ich beim Journalisten-Training selbst vier der spektakulären Nummern ausprobieren. „Eigentlich kann nix passieren“, muntert Pressesprecher Rudi Bauer auf. Doch die Anspannung vor meinem „Auftritt“ ist groß.

Lektion eins: Wir sollen den Arbeitsplatz von Nicolai Kuntz besichtigen: ein Schwungtrapez in neun Metern Höhe. Der Profi demonstriert uns zunächst, wie es mit jahrelangem Training aussehen kann, schlägt Salti und dreht Pirouetten. „Und jetzt ihr“, ruft er uns zu. Wir sind doppelt gesichert, versucht er uns zu ermuntern. Wenn wir abstürzen, könnten wir maximal einen halben Meter nach unten fallen. Wie beruhigend. Für mich stellt sich aber zunächst die Frage, wie ich da überhaupt hochkommen soll.

Meine Knie schlottern. Ich ziehe mich an einem Seil auf das Trapez. Obwohl das Zelt an diesem Morgen noch unbeheizt ist, wird mir plötzlich ganz warm. Das Adrenalin steigt. Oben angekommen blicke ich in das leere Zelt. Wie gut, dass kein Publikum da ist. Kuntz sorgt dafür, dass ich in Schwung komme, und erklärt: „Einfach wie bei einer Kinderschaukel hin und her drücken.“ Er hat gut reden, denn schließlich wurde er bereits im Circus Flic Flac geboren. „Saltos schlagen und so etwas üben wir dann beim nächsten Mal“, scherzt er.

Lektion zwei: „Jetzt müssen Sie eigentlich nichts tun – nur Mut haben“, erklärt uns Bauer. Das Comedy-Duo Bert und Fred betritt die Manege. In Wilhelm-Tell-Manier lässt die Dame einen an einem Seil hängenden Hammer über dem Kopf ihres Partners schwingen, bis er einen Apfel trifft. Natürlich werde die Flughöhe auf unsere Körpergröße angepasst, sagt der Sprecher. Oh je, da lasse ich mir doch lieber mit der Schrotflinte einen Luftballon auf meinem Kopf abschießen. Als es über mir knallt, weiß ich: Alles gut gegangen.

Lektion drei: Jetzt geht's buchstäblich rund. Das Turbo-Rollschuh-Duo Dandino & Luciana will uns die Zentrifugalkraft spüren lassen. „Haben Sie heute schon was gegessen? Ja? Tut uns leid“, scherzen die Artisten . Sie stemmen uns senkrecht in die Höhe und drehen uns zirka zehn Sekunden im Kreis. Mir wird schwindelig. Als ich wieder vermeintlich sicheren Boden unter den Füßen habe, taumele ich durch die Manege. Der Sprecher erklärt mir, dass die Artisten , allein um die Orientierung zu bewahren, drei bis vier Jahre proben müssen. Dann habe ich ja noch etwas Zeit . . .

Lektion vier: Das Flic-Flac-Markenzeichen „Globe of Speed“ wird in die Manege geschoben. Die Stahlkugel wirkt aus der Nähe noch gigantischer. Bauer erklärt, dass bei uns nur zwei statt zehn Motorradfahrer darin ihre Runden drehen. Na dann. Die Südamerikaner lächeln mich freundlich an. Ich steige in die Kugel, stelle mich in die Mitte. Die Artisten brummen wie Hummeln über meinem Kopf herum. Hoffentlich geht ihnen nicht der Sprit aus, denke ich. Doch auch diese Übung klappt. Ihr Angebot, mich als Beifahrer mitzunehmen, lehne ich jedoch dankend an. Für heute hatte ich genug Action.

 

Zum Thema:

Der Circus Flic Flac gastiert bis 31. Oktober auf den Saarterrassen in Saarbrücken . Vorstellungen: Dienstag bis Freitag 20 Uhr, Samstag 16 und 20 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr. Montag ist spielfrei. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es am Mittwoch, 28. Oktober, 16 Uhr, eine Zusatzshow. Ticket-Hotline: (07 00) 66 66 66 11, www.flicflac.de mv
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