Saarland, Landkreis Saarlouis: am 25.05.2017 zwischen 09:00 Uhr und 18:00 Uhr findet die Veranstaltung Gartenträume auf dem Linslerhof in Überherrn statt - es ist mit starken Verkehrsbehinderungen vor allem im Bereich der B 269 Neu zu rechnen. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. (08:22)

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Das Norovirus geht im Saarland um

Das Norovirus löst starken Durchfall und Erbrechen aus und führt zu hohem Flüssigkeitsverlust. Foto: dpa</p>

Das Norovirus löst starken Durchfall und Erbrechen aus und führt zu hohem Flüssigkeitsverlust. Foto: dpa

Das Norovirus breitet sich im Saarland in diesem Winter stark aus. Dies ist das Ergebnis einer neuen Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI), die von 137 Erkrankungen allein in der Woche vor Weihnachten spricht. Die Zahlen des saarländischen Gesundheitsministeriums bestätigen eine Verbreitung des Virus. In den letzten vier Wochen von 2016 seien insgesamt 181 Fälle gemeldet worden, erklärt Ministeriumssprecher Guido Fries. Zwar könnten sich diese Zahlen durch Nachmeldungen noch leicht korrigieren, doch die Entwicklung sei deutlich: Im selben Zeitraum gab es im Jahr 2015 lediglich 45 Norovirus-Erkrankungen.

Das Norovirus löst starken Durchfall und Erbrechen aus und führt zu hohem Flüssigkeitsverlust. Deshalb ist es vor allem für Kleinkinder, alte Menschen und geschwächte Personen gefährlich. Besonders in Einrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen verbreitet sich das hochansteckende Virus aufgrund der Nähe der Menschen schnell. In diesem Winter infizieren sich laut RKI wohl auch deshalb mehr Menschen, weil eine neue Virusvariante umgehe. „Das bedeutet jedoch nicht, dass das Virus gefährlicher ist oder die Krankheit schwerer verläuft als sonst. Es kann sich nur besser vor dem Immunsystem verbergen, sodass mehr Leute erkranken“, sagt Susanne Glasmacher vom RKI. Trotz der hohen Anzahl von Infekten zum Jahresende ist die Gesamtzahl für das Jahr 2016 kleiner als 2015. Im Jahr 2015 sei die Zahl der Infektionen stark angestiegen, 2016 dann aber wieder gefallen – „wenn auch nicht auf das Niveau von 2014“, erläutert Fries. 2014 wurden 686 Infektionen gemeldet, 2015 waren es 1446 und im Jahr 2016 insgesamt 1104. Neben dem Norovirus sei zurzeit die Campylobacter-Enteritis, eine Durchfallerkrankung, ein Thema, ergänzt er. Hier seien in den letzten Jahreswochen 39 Fälle gemeldet worden. Ebenfalls aufgetreten, aber weniger häufig, sind in diesem Zeitraum das Rotavirus mit zwölf und die Influenza mit zwei Meldungen sowie sieben Fälle von Salmonellen.

Für Dr. Michael Kulas, Arzt in Wallerfangen und Vorsitzender des Saarländischen Hausärzteverbands, spielt das Norovirus zurzeit nur eine untergeordnete Rolle. „Ich hatte jüngst zwei Fälle, aber das ist nicht mehr als im Jahresschnitt“, erklärt er. Ihn beschäftigen derzeit vor allem die Magen-Darm-Grippe sowie ein besonders hartnäckiger Erkältungsinfekt. Dieser werde, erklärt er, von Keimen ausgelöst, die einen Husten verursachen, der mehrere Wochen anhält. „Das geht selten mit Fieber einher“, führt er aus, „aber dieser Husten entkräftet, und die Patienten sind wirklich krank.“ Deshalb sei eine medikamentöse Behandlung notwendig, zunächst zur Schleimlösung und später zur Linderung der Reizung. Bei der Magen-Darm-Grippe empfiehlt er eine spezielle Diät sowie viel zu trinken – oft dauere die Erkrankung nur wenige Tage.

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