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Das Oblaten-Kloster ist verkauft

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Pater Hohn schilderte, dass die Oblaten (die nichts mit Hostienbacken zu tun haben; „Oblaten“, Lateinisch, heißt „darbringen“) das dreistöckige Anwesen schon seit 1991, mit der Rückgabe der Pfarrstelle an die Diözese, neu nutzen oder verkaufen wollten. Es sei aber nie zu Abschlüssen gekommen.

Anlass der Verkaufsabsicht sei die zurückgehende Bedeutung des Ordens, der sich von Standorten trennen müsse, um handlungsfähig zu bleiben. Früher lebten bis zu zwölf Oblaten- Patres in den 30 Zimmern des Saarbrücker Klosters, seit vielen Jahren schlägt sich der allseits geschätzte Hermann Esser allein durch. Wer den dunklen Kirchenraum betritt, dem geben blätternde Farbe und feuchte Luft eine Ahnung, wie es um den Zustand des Gebäudes bestellt sein mag. Andreas Hohn gesteht ein, dass das Haus „ziemlich runtergekommen“ ist. Seit vielen Jahren sei nichts investiert worden.

Das markante Haus mit dem roten Putz im Rotenbühler Weg 27 steht mit dem Eintrag „katholische Vikariekirche Maria von der Immerwährenden Hilfe, Oblatenkloster, 1928 von Moritz Gombert, Einzeldenkmal“ in der Denkmalliste des Saarlandes. Diese Einstufung steht einer beliebigen neuen Nutzung oder gar einem Abriss entgegen. Ein Kauf-Interessent, der nicht zum Zuge gekommen war, berichtete unserer Zeitung, dass er mit Gleichgesinnten ein Alters-Wohnprojekt ins Auge gefasst hatte, und zwar in Verbindung mit einem schonenden Umbau. Die Gespräche hätten sich bei einer Kaufsumme von 1,5 Millionen Euro bewegt. Vor wenigen Tagen sei telefonisch mitgeteilt worden, dass ein anderer Bieter den Zuschlag erhalten habe.

Die Nachbarschaft im Rotenbühler Weg beobachtet derweil mit skeptischer Aufmerksamkeit, wer sich des Klosters annimmt. Die jetzige Situation – ein schönes Gebäude mit Park und kaum Publikumsverkehr – gilt als ideal. Seit der Brauer Richard Weber vor drei Jahren die ehemalige Villa Neufang abriss und einen Wohnkomplex bauen wollte, ist die Sensibilität der Bewohner für neue Projekte weiter gestiegen.

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