L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Das Saarland hat jetzt weniger als eine Million Einwohner

Die Bevölkerungzahl der Bundesrepublik schrumpft stärker als erwartet. Mit 80,2 Millionen Einwohnern hat die Bundesrepublik damit 1,5 Millionen weniger als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis des Zensus 2011, der am Freitag in allen 16 Bundesländern vorgestellt wurde. Demnach hat auch das Saarland die Millionengrenze früher als erwartet unterschritten: Zum Stichtag 9. Mai 2011 lebten hierzulande noch 999.623 Menschen, bis Ende 2011 sank die Zahl weiter auf 997.855.

Der saarländische Finanzminister Stephan Toscani (CDU) sieht dennoch keinen Anlass zur Sorge um Auswirkungen auf die Zuwendungen aus dem Länderfinanzausgleich, da das Saarland mit einem Defizit von 1,53 Prozent gegenüber bisherigen statistischen Annahmen besser abgeschnitten habe als die die meisten anderen Bundesländer. Anders als Toscani erwartet der Präsident des saarländischen Städte- und Gemeindetags, Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer, zumindest Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs auf den kommunalen Finanzausgleich.

Die Landesregierung müsse eine Übergangslösung für besonders negativ betroffene saarländische Gemeinden finden, fordert Lauer. Er selbst habe nicht „mit einer so deutlichen Unterschreitung der Millionengrenze im Saarland gerechnet“. Spitzenreiter sind die Saarländer beim selbstgenutzten Wohneigentum mit 58,1 Prozent gegenüber 43,2 Prozent bundesweit. Die Statistiker hatten zusätzlich umfangreiche Daten zur Wohnungssituation in Deutschland gesammelt. Sie zählten rund 41 Millionen Wohnungen – 500.000 mehr als bisher veranschlagt.

Die Bevölkerung war zuletzt im Jahr 1987 in der Bundesrepublik sowie 1981 in der DDR gezählt worden. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten fortgeschrieben und im Laufe der Zeit immer ungenauer. Auffallend ist, dass vor allem die Zahl der Ausländer in Deutschland deutlich niedriger ist als angenommen: Es sind 1,1 Millionen oder 14,9 Prozent weniger als bislang gedacht.
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