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Das Saarland schrumpft weiter

Saarbrücken. Die Bevölkerungszahl des Saarlandes ist im Jahr 2008 weiter geschrumpft, und zwar von 1 036 598 Ende des Jahres 2007 auf 1 030 324 Ende vorigen Jahres. Das entspricht einem Rückgang um 6274 Einwohner, wie das Statistische Amt Saarland auf SZ-Anfrage mitteilte. Der Bevölkerungsschwund hat sich damit allerdings leicht verlangsamt. Im Jahr 2007 hatte er 6569, im Jahr davor 7162 betragen. Ursächlich dafür ist ein sinkender Wanderungsverlust. Im Jahr 2008 lag die Zahl der Fortzüge aus dem Saarland um 884 höher als die der Zuzüge. Im Jahr 2007 hatte der Wanderungsverlust noch bei 1521, im Jahr davor bei 2066 gelegen.

Dagegen erreichte das Geburtendefizit – der Betrag, um den die Zahl der Geburten die der Sterbefälle unterschreitet – im Jahr 2008 mit 5389 den höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2008 erblickten nur 7158 Babys (gegenüber 7274 im Jahr davor) im Saarland das Licht der Welt – so wenig wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle von 12 327 im Jahr 2007 auf 12 547 im vergangenen Jahr.

Ursächlich für die rückläufigen Wanderungsverluste sind im Wesentlichen nicht die Zuzüge aus anderen Bundesländern, sondern die aus dem Ausland. Im Jahr 2008 lag der Wanderungsgewinn gegenüber dem Ausland bei 854 Personen, der höchsten Zahl seit 2003.

Dagegen liegen die Wanderungsverluste gegenüber anderen Bundesländern weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Hier lag die Zahl der Fortzüge im Jahr 2008 mit 13 096 um 1738 über denen der Zuzüge. Im Jahr 2007 hatte der Verlust bei 1859 gelegen, im Jahr davor hatte er einen Rekordwert von 2364 erreicht. Von 1996 bis 2005 hatten diese Wanderungsverluste immer unter der Marke von 1300 gelegen. In den Jahren 2002 und 2004 gab es sogar einen leichten Wanderungsgewinn.

Insgesamt scheint sich der Bevölkerungsaustausch mit anderen Bundesländern zu intensivieren. Die Zahl der Zuzüge erreichte der Statistik zufolge mit 11 358 die höchste Zahl seit dem Jahr 2002. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Fortzüge auf 13 096, was dem höchsten Wert seit 1994 entspricht.

Norbert Freund (SZ)

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