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Das Weihnachtswunder von Pony Pummel

Shetland-Pony Pummel hat eine große Suchaktion ausgelöst –mit Happy-End. Das Tier ist wieder zuhause. Foto: Dieringer

Shetland-Pony Pummel hat eine große Suchaktion ausgelöst –mit Happy-End. Das Tier ist wieder zuhause. Foto: Dieringer

„Es ist ein Weihnachtswunder“, sagt Jutta Dieringer am Sonntag. Die Tierliebhaberin klingt erleichtert. Nach 40 Stunden der quälenden Ungewissheit ist ihr verschollenes Shetland-Pony Pummel endlich wieder zuhause. Der Rückkehrer ist am Samstag erst einmal kräftig verwöhnt worden. Mit einem Kilo Karotten. „Die isst es besonders gern“, verrät Jutta Dieringer.

Das Drama um Pony Pummel, das nicht nur die ganze Familie, sondern auch halb Alsweiler und die Feuerwehr in Atem gehalten hat, beginnt am Donnerstagnachmittag ganz harmlos. Der Sohn des Hauses spannt Pummel vor die Kutsche, um mit dem Pony eine Tour durch den Wald zwischen Alsweiler und Tholey zu unternehmen. Nur wenige hundert Meter vom Elternhaus entfernt, im Naturschutzgebiet, bockt Pummel plötzlich. „Mein Sohn ist abgestiegen und wollte sie festhalten“, berichtet Jutta Dieringer. Doch die Pony-Dame reißt sich los und eilt davon. Es habe dichter Nebel geherrscht. Der habe das Tier regelrecht verschluckt.
 

Das Suchen beginnt

Familie und befreundete Reiter suchen bis in die Dunkelheit. Doch das Pony bleibt verschwunden. Freitagmorgen geht die Suchaktion weiter. Bis sich Jutta Dieringer keinen Rat mehr weiß und die Polizei ruft. Diese verweist an Marpingens Wehrführer German Eckert. Der reagiert sofort. Schon zur Mittagszeit startet am Feuerwehrgerätehaus die außergewöhnliche Suchaktion. Neben Feuerwehrleuten aus den Löschbezirken Alsweiler und Berschweiler durchkämmen auch freiwillige Helfer sowie ein Jäger mit Hund den Wald. Wie Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer berichtet, dauert der Einsatz rund vier Stunden. Soger eine Wärmebildkamera sei zum Einsatz gekommen. Ohne Erfolg. Pummel bleibt verschwunden. Nacht zwei ohne das geliebte Pony.

Ihren Gefühlszustand am Samstagmorgen beschreibt Jutta Dieringer als verzweifelt. Ist ihr Pony noch am Leben? Verletzt? Sie entschließt sich via Internet eine Belohnung für das Tier auszusetzen. 300 Euro für denjenigen, der Pummel lebend nach Hause bringt. Nur 45 Minuten später folgt die erlösende Nachricht: Der Pony-Dame geht es gut. Sie steht dort, wo sie am späten Donnerstagnachmittag verschwunden war. Das Fell trocken und sauber. Keinen Hunger, keinen Durst. Es gibt auch einen Finder, der sich bei Familie Dieringer gemeldet hat. Dieser möchte anonym bleiben. Die Belohnung hat er bekommen.

Jutta Dieringer ist erleichtert und froh, dass Pummel „gesund und munter“ ist. Die Sorgen und schlimmen Gedanken der vergangenen Tage fallen langsam von der Tierfreundin ab und sie kann Weihnachten jetzt genießen. Sie ist begeistert über die Anteilnahme im Dorf. Den tollen Einsatz der Feuerwehr, des Jägers und freiwilliger Helfer, die lange vor dem Ausrufen einer Belohnung alles dafür getan haben, Pummel zu finden.

In all die Freude über die Heimkehr des schwarzen Shetland-Ponys mit knallrotem Geschirr mischt sich auch ein bitterer Beigeschmack.

Die Situation des Auffindens irritiert die Tierbesitzerin. Hätten die vielen Helfer das Pony dort auf freiem Feld nicht viel früher finden müssen. Hat jemand das Pony mitgenommen? Steckt Diebstahl hinter dem langen Verschwinden von Pummel?
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