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Das Wetter kommt auch aus Friedrichweiler

Ein elf Meter hoher Mast steht weit hinten im Garten von Alexander Burg am Ortsrand von Friedrichweiler. Ganz oben das Messgerät für die Windgeschwindigkeit. Etwa in Kopfhöhe ragt ein Rohr rechtwinklig vom Mast ab und knickt am Ende noch mal senkrecht nach oben. Darauf ist die Sonnenmessung montiert, wie lange die Sonne scheint und mit welcher Intensität.

„Hier drin wird der Niederschlag gewogen“, erklärt Burg wenige Meter vom Mast entfernt vor einem weißen Behälter. „Das Gerät kann sogar unterscheiden, ob Regentropfen reinfallen oder ein Insekt.“ „Das ist mein privater Spaß. Daran verdiene ich überhaupt nichts“, sagt Burg. Deshalb dauerte es auch etliche Jahre, bis die Station schließlich stand. Bereits in den 90er Jahren habe er das mehrmals versucht, weil Wetter „das ist einfach meins“. Aber letztendlich scheiterte es immer wieder an der Finanzierung.

„Die Station hier habe ich gewonnen. Sonst wäre das nichts geworden.“ Sie war der erste Preis beim Wettbewerb einer bekannten Firma für Messund Regeltechnik. Eine professionelle Kompaktwetterstation ist das, inklusive Montage und persönlicher Schulung im Wert von über 3000 Euro. Trotzdem hatte Alexander Burg noch so manche Herausforderung zu bewältigen. Beispielsweise die Stromversorgung und das Fundament für den Mast. Ohne die Hilfe seines Bekannten Dieter Kiefer wäre das nicht machbar gewesen, betont er.

Seit Ende Mai dieses Jahres erfassen die Sensoren in Burgs Garten grundlegende Daten über das lokale Wettergeschehen. Dazu gehören die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe, die relative Feuchte, Globalstrahlung, Luftdruck, Windrichtung und -geschwindigkeit sowie Niederschlag.

Alles läuft vollautomatisch, auch die Übertragung der Daten. Die gehen im Zehn-Minuten- Takt per Mobilfunk zu Meteomedia in der Schweiz. Dort werden sie ausgewertet und mit Werten anderer Stationen zu Vorhersagen verrechnet.

Burgs Station steht am weitesten in Richtung Warndt. Man könnte fast sagen, er erfasst das Warndtwetter. Benachbarte Stationen sind in Berus und Völklingen. Alle gehören zum Netz von Meteomedia, besser bekannt als Firma von Jörg Kachelmann.

„Denn der Deutsche Wetterdienst hat an Messwerten privater Stationen kein Interesse“, erklärt Burg. Da sei für ihn nur noch Kachelmann in Frage gekommen. „Geadelt bin ich inzwischen, weil meine Station auch im Laufband der ARD erscheint.“ Dort stehen dann bei „Wetter vor acht“ Daten aus Friedrichweiler.

Zu finden sind die Werte aus Friedrichweiler aber auch im Internet.

 

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