B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Das beeindruckt Touristen am Weltkulturerbe

Völklingen. Mit seiner roten Spiegelreflexkamera fotografiert Lorenz Stiegler aus Marbach bei Ludwigsburg gerne Sehenswürdigkeiten. Besonders, wenn seine Zwillinge Sören und Fiona den lebendigen Teil des Motivs bilden und zum Beispiel auf einer der alten Loks im Weltkulturerbe Völklinger Hütte herumturnen. „Wir kommen einmal pro Jahr hierher, wenn wir die Oma der beiden besuchen“, berichtet er. Die heißt Christel Lenzen und lebt in Völklingen. Als Vater seiner beiden sechsjährigen Kinder mag Stiegler besonders das Ferrodrom: „Je älter die beiden werden, um so mehr können sie mit den Experimentierspielen anfangen.“ Er selbst arbeitet im Qualitätsmanagement eines Mechatronikunternehmens, wo er auch mit Stahl und Maschinen zu tun hat.

Günter Gehl aus Trier führt eine Gruppe der katholischen Akademie Trier an. Er meint: „Das Weltkulturerbe hat sich hervorragend entwickelt.“ Besonders lobt er, dass ehemalige Mitarbeiter die Industrieanlagen erklären. Der Besucher Albert Welter aus Trier merkt an: „Die Besucherbegleiter sind wirklich gut geschult.“ Welter ist ein Mann vom Fach, er hat vor seinem Ruhestand für Demag/ Mannesmann gearbeitet und schreibt sich auf die Fahne, als Diplomingenieur für Maschinenbau entscheidend an der Entwicklung der Pfannenwagen, die heute noch flüssigen Stahl durch die Hüttenanlagen fahren, beteiligt gewesen zu sein. Besucher Wolfgang Hennrich sieht sich mit seinem Studium als Maschinenbauingenieur konfrontiert: „Damals war im ersten Semester die Stahlgewinnung ein Thema.“ Ein Tag im Weltkulturerbe sei für Männer vom Fach allerdings viel zu wenig. Deshalb kündigt er an: „Ich komme auf jeden Fall wieder.“

Auch Magda und Paul Kopp aus Ludwigshafen freuen sich auf den Besuch der Hütte. Die Seniorin freut sich darauf, einiges zu entdecken, was ihr Paul in der Zeit seiner Erwerbstätigkeit unter anderem geleistet hat. Der sagt: „Ich war für eine Firma tätig, die zum Beispiel die Antriebe für die Gebläse gebaut hat.“

Rita Wieland aus dem fränkischen Bayersbach im Nürnberger Land hat ihren Rundgang bereits hinter sich. „Die Aussicht von da ganz oben ist wirklich toll“, schwärmt sie. Für sie sei es interessant gewesen, die Produktionsabläufe von früher kennenzulernen. Angesichts der harten Arbeit am Hochofen meint sie: „Da haben wir es doch heute vergleichsweise gut.“ Sie hat die alte Völklinger Hütte mit Ehemann Horst und einer bunt gemischten Besuchergruppe besichtigt. Saarländer Günter Loth erklärt, was die Gruppe eint: Alle waren im Außendienst für ein Unternehmen in der Automobilbranche tätig, im Ruhestand treffen sie sich einmal im Jahr, jedes Mal an einem andern Ort, dieses Mal war das Saarland dran.

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