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Das erwartet die Besucher beim Rosenmontags- Umzug in Neunkirchen

Von SZ-Redakteurin Elke Jacobi

Neunkirchen. Wenn am Montag um 14.11 Uhr Friedel Wagner den Startschuss für den Rosenmontagszug gibt, dann wird er den Zug von der Hermannstraße aus nicht alleine anführen. An seiner Seite wird Günter Kremer marschieren, seines Zeichens Polizeidirektor a. D., erst seit kurzem im Ruhestand und NKA-Sicherheitsberater. „Eigentlich hatte Günter Kremer die Einladung, auf dem NKA-Wagen mitzufahren“, erzählt der Orgaleiter der SZ. Der aber wollte nicht. Kremer will den Zug mit anführen und Wagner nochmal zeigen, wie man die Besucher am Straßenrand zählt.

„Das ist nur der Schatten, der zählt nicht, der zählt für zwei . . .“, so geht das dann, schmunzelt Wagner schon in froher Erwartung, in die Geheimnisse polizeilicher Zählkunst eingeweiht zu werden. Ansonsten liegt Wagner an diesem Wochenende in den letzten Zügen der Vorbereitung. Die Aufstellung steht, 116 Gruppen aus 38 Vereinen mit rund 1350 Einzelteilnehmern haben ihren Platz gefunden. Allerletzte Nachzügler müssen sich hinten anstellen. Wie in jedem Jahr gibt es zwei Motivwagen. Die Stadt hat sich für ihren Wagen den Rohrbach-Filmpreis zum Thema genommen. Den zweiten Motivwagen hat der KKW. Entworfen hat den übrigens Seine Majestät Prinz Manfred I. persönlich.

Dessen Heimatverein ist ja bekanntermaßen der KKW, weniger bekanntermaßen ist er Graffiti-Künstler. „Leider hat ja nicht jeder die Möglichkeit, einen Motivwagen zu bauen“, bedauert Wagner. „Wenn man alles bezahlen muss: den, der den Wagen entwirft, die, die ihn bauen und dann noch einen Platz zum trockenen Unterstellen, das kann sich kein Verein leisten.“ Da hat der KKW mit seinen Mitgliedern, die das alles abdecken, Glück. Vom Wagen des KKW werden übrigens fünf bis sechs Zentner Gutzjer und eine halbe Tonne Schokolade in die Menge fliegen. Insgesamt können sich die Neunkircher aber auf mindestens drei Tonnen Gutzjer, 1,5 Tonnen Schokolade, 2000 Tüten Chips, 1000 Tüten Popcorn und etwa eine halbe Tonne Sonstiges („das ist das, was die Teilnehmer außer der NKA-Wurfmenge noch unters Volk bringen“) freuen.

Damit das auch bei bester Laune geschieht, dafür sorgen in diesem Jahr elf Musikgruppen, darunter mit den Murrfezzern aus Murrhardt, den Node Piraten aus Sulzbach und Hörsturz vom KUV alleine drei Guggemusiken. Drei Standkapellen – die Jägersburger Blaskapelle, die Musikfreunde Hangard und die Stadtkapelle Neunkirchen – sorgen am Oberen Markt, an der Marienkirche und auf dem Stummplatz für Stimmung. Dass alles seine Ordnung hat, dafür sorgen Ordner der NKA-Vereine.

Erstmals wird im Übrigen die Feuerwehr für die Absperrung zuständig sein. „Dann kann sie so schnell wie möglich wieder abgebaut werden“, erklärt die Stadt auf Anfrage. Beginn der Sperrung ist gegen 13 Uhr in der Hermannstraße. Hier dauert sie bis 14.30. Ebenfalls gesperrt – allerdings bis 18.30 Uhr, bis nach der direkt sich anschließenden Reinigung – sind dann auch die Zugstrecke und die einmündenden Straßen (siehe Grafik). Fahrzeuge sollten, so empfiehlt die Stadt, abseits der Zugstrecke abgestellt werden.

Durchfahrtsverbote sollten unbedingt beachtet werden, vor allem nach dem Zug. Die Teilnehmer kommen nur über die Spieser Höhe zum Zug. Ab 15 Uhr ist auch die Lindenallee gesperrt. Bedarfshaltestellen gibt es vorm Finanzamt und am Bachplatz. Es gibt geänderte Einbahnregelungen in diesem Bereich und zusätzliche Halteverbote. Als Abstellplatz für die Teilnehmerbusse ist der Parkplatz Gas-/Wellesweilerstraße gesperrt. Bis 100.000 Narren werden wieder erwartet. Friedel Wagner und Günter Kremer werden sie zählen.



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