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Das iPad im Praxistest: "Schwarz, schlank, schick"

In den USA ist es bereits auf dem Markt, in Deutschland wird es Ende Mai erwartet. Unsere Internetredaktion hat das iPad von Apple, das die Multimedia-Welt umkrempeln soll, schon einmal vorab getestet.

Saarbrücken. Es ist wie immer, wenn Apple ein nach eigenen Angaben „revolutionäres“ Produkt vorstellt. Das Netz ist in zwei Lager gespalten: Die „Must-Have-Jünger“ sammeln sich in Apple-Foren wie www.apfeltalk.de und stürzen sich auf jedes Info-Häppchen zu ihrem neuen Lieblingsspielzeug. iPad-Hasser freuen sich dagegen bei Youtube diebisch über ein :: Video, in dem der Tablet-PC von einem Mixer in seine Einzelteile geschreddert wird.

Unser Probeexemplar hat den Test schadlos überstanden. Schwarz, schlank, schick macht es eine gute Figur. Das große Display mit stolzen 9,7 Zoll Durchmesser (Auflösung 1024 mal 768 Pixel) reflektiert das Sonnenlicht leider sehr stark, leuchtet jedoch stets brillant – zumindest so lange, bis die ersten Fingerabdrücke daran haften. Und die bleiben nicht aus, schließlich lässt sich das iPad komplett über das berührungsempfindliche Display steuern. Das funktioniert intuitiv und macht jede Menge Spaß. So lassen sich auch längere Texte erstaunlich flüssig über eine virtuelle Tastatur eintippen.

Eine Maus vermisst man bei der Nutzung des gut 13 Millimeter dicken Geräts nicht. Beim Lesen kann man Seiten mit dem Finger umblättern, als hielte man ein Buch. Um die Ansicht zu vergrößern, muss man nur die Finger darüber spreizen. Kippt man das iPad zur Seite, dreht sich der Bildschirminhalt dank eines Lagesensors um 90 Grad – im Querformat lassen sich Videos und Filme besser betrachten.

Praktisch ist auch die spezielle GPS-Antenne. In Kombination mit Google Maps hat man so eine interaktive Straßenkarte zur Hand. Das iPad taugt aber auch als stilvolles Lesegerät für elektronische Bücher und Zeitungen. Kein Wunder deshalb, dass der Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) in Anwendungen für die Tablet-PCs ein Zukunftsthema der Verlagsbranche sieht, so BDZV-Multimedia-Referent Holger Kansky. Im Mai ist eine Fachtagung dazu geplant.

Mit 700 Gramm Gewicht ist das 24 mal 19 Zentimeter messende iPad als Lesegerät allerdings ein Schwergewicht und liegt ähnlich schwer in der Hand wie eine Sammelausgabe von Tolstois „Krieg und Frieden“. Zum Immer-Dabei-Haben ist der Apparat schlicht zu schwer. Das mag auch an seinem großen Akku liegen, der mindestens zehn Stunden durchhält, bevor das Gerät aufgeladen werden muss.

Feste Bindung an Apple

Weil dieser Akku fest eingebaut ist, kann er nur vom Hersteller selbst getauscht werden, man muss das Gerät also im Fall der Fälle einschicken. Überhaupt bindet man sich mit dem Kauf des iPads mehr an den kalifornischen Konzern Apple, als vielen Nutzern lieb sein dürfte: Anwendungen für den Tablet-PC kann man nur im Apple-eigenen App-Store kaufen, in dem man zwischen Tausenden mehr oder weniger sinnvollen Programmen wählen kann. Das Angebot reicht vom virtuellen Periodensystem bis zur Tabellenkalkulation. Manche Programme im amerikanischen App-Store sind kostenlos, die meisten liegen unter der Schmerzgrenze von zehn Dollar. Applikationen, die für das iPhone erworben wurden, laufen auf dem iPad nur in geringer Auflösung. Sie lassen sich zwar vergrößern, sehen dann jedoch äußerst pixelig aus.

Ärgerlich: Videos und Spiele im verbreiteten Flash-Format kann das iPad nicht abspielen, weil Apple den Standard des Konkurrenten Adobe partout nicht integrieren will. Warum sich daran auch nichts ändern soll, hat Apple-Chef Steve Jobs gerade in einem sehr kritischen Beitrag auf der Apple-Homepage mit dem Titel :: Thoughts on Flash (Gedanken zu Flash) deutlich gemacht.
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