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Das müssen Saarländer bei der Volkszählung tun

Von SZ-Redakteur Patrick Griesser

Saarbrücken. Korrigiert die Volkszählung alle Berechnungen? Senkt sie die Bevölkerung des Landes mit einem Schlag unter die Million? „Es könnte sein“, sagte Michael Sossong, Leiter des Statistischen Amtes Saarland gestern nach kurzem Zögern. Es sei jedoch nicht zwangsläufig so, dass die aufwendig angelegte Erfassung dieses Ergebnis bringt. 1 018 926 Menschen lebten nach Angaben seiner Behörde Ende September 2010 im Saarland.

Eine rechnerische Größe auf alter Datenbasis. Wie viele es tatsächlich sind, soll die kommenden Montag beginnende Volkszählung bis Dezember 2012 ans Tageslicht bringen. Ziel sei es, eine Planungsgrundlage für Behörden und Politik zu schaffen.

Die letzte Volkszählung in der früheren DDR liegt 30 Jahre zurück, in der Bundesrepublik wurde 1987 zuletzt gezählt – mit erheblichem Widerstand.

Kaum Widerstand

Von dem sei heute wenig zu spüren, erläuterte gestern der Behördenleiter. In Zeiten von Handy-Ortung, Facebook-Persönlichkeitsprofilen und Internet- Verzeichnissen für Schüler und Studenten ein Wandel des Zeitgeistes? „Ja“, sagte Michael Sossong ohne jedes Zögern.

Sossong hofft auf einen reibungslosen Ablauf – gerade bei den Fragen an die 132 000 Saarländer, die persönlich unter anderem über Name, Bildung und Migrationshintergrund Auskunft geben sollen. Diese sind auskunftspflichtig, was im äußersten Fall zu Zwangsgeld führen kann.  300 Euro seien bei erster Anwendung fällig. So weit will es das Amt und sollen es die 1400 Befrager der sieben Erhebungsstellen aber nicht kommen lassen.

Eine Frage ist übrigens freiwillig: „Zu welcher der folgenden Religionen, Glaubensrichtungen oder Weltanschauungen bekennen Sie sich?“



Wie läuft die Befragung ab?

Der konkrete Ablauf sieht vor, dass die zufällig ausgewählten Saarländer angeschrieben und über den anstehenden Besuchstermin des Befragers informiert werden. Klappt es beim ersten Mal nicht, steht ein zweiter Termin an.

Es sei auch möglich, telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Dem Interviewer, der schriftlich angekündigt ist und der sich ausweist, muss nach Behördenangaben auch kein Zutritt zur Wohnung gewährt werden. Der Fragebogen kann entgegengenommen und per Post versandt werden. Dann wird allerdings Porto fällig.

Zudem bestehe die Möglichkeit, den Bogen im Internet auszufüllen. Sämtliche Wohnungsbesitzer im Land, die sich ebenfalls erklären müssen, werden angeschrieben.

Weitere Informationen zur Volkszählung von Montag bis Freitag (8 bis 17 Uhr) unter Telefon (06 81) 5 01 20 11.
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