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Das passiert im „Quartier Eurobahnhof”

Die Fläche hinter dem Saarbrücker Bahnhof will als »Quartier Eurobahnhof« in den Vordergrund rücken.

Die Fläche hinter dem Saarbrücker Bahnhof will als »Quartier Eurobahnhof« in den Vordergrund rücken.

Saarbrücken. „Quartier“ heißt so viel wie „Viertel“, und wer wissen will, wie weit die Umwandlung des nördlichen Saarbrücker Bahnhofsbereiches zum neuen „Quartier Eurobahnhof“ gediehen ist, dem gibt Projektleiter Jens Düwel das „Viertel“ auch als Maßeinheit an die Hand: ein Viertel der Fläche sei bebaut beziehungsweise in Betrieb, für ein weiteres Viertel bestünden Verträge; dort werde 2011 gebaut, für ein Viertel liefen Verhandlungen, und die Nutzung des restlichen Viertels sei noch offen.



Düwel, der in Diensten der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) steht, ist mit dem Erreichten „sehr zufrieden“. Eine Menge sei „in der Mache. Im nächsten Jahr wird man viel Neues zu sehen bekommen“, verspricht der Projektleiter. Man müsse bedenken, so der gelernte Geologe, dass das zehn Hektar große Gelände erst seit Herbst 2006 zurück- und gleichzeitig auch aufgebaut werde. Die Investoren, allesamt von dem Konzept überzeugt, gewährten in gewisser Weise dennoch einen Vertrauensvorschuss, da die Infrastruktur noch nicht komplett bereitgestellt sei, sondern mit jeder weiteren neuen Nutzung wachse und wachse. Kritikwürdig sei allenfalls der schleppende Fortschritt beim Bau des Bahnhofsvorplatzes Nord samt Taxistellplatz und Kurzzeitparkplatz. Ab März soll nun damit begonnen werden.

"Im nächsten Jahr wird man viel Neues zu sehen bekommen"

Im Dezember soll der Kreisel Grülingstraße, über den das Gebiet hauptsächlich erschlossen wird, zumindest halb fertig, spätestens im April 2011 komplett fertig sein. Die enge Lützelbachstraße, die heute an ihre Grenzen stößt, kann dann die Rolle der Ersatzzufahrt übernehmen. Das Tagungs- und Unternehmerzentrum „Vitrine de France“, am Gleis, ist unterdessen in „Entrez“ umbenannt worden, der Baubeginn des GIU-Projektes ist nach Worten Düwels erfolgt. Man hofft, dass auch französische Firmen es nutzen werden.

Freizeit und Gastronomie

An privaten Bauvorhaben werden ein Bürogebäude neben dem medizinischen Zentrum sowie ein sechsstöckiger Komplex zwischen den Außenwänden des ehemaligen Lokschuppens genannt. Wünschenswert seien vor allem die Nutzungen Freizeit und Gastronomie, um dem Anspruch des „lebendigen Quartiers“ gerecht zu werden. Ausgeschlossen seien Wohnen, großflächiger Einzelhandel, Rotlicht- sowie Glücksspielbetriebe. Eine wichtige Maßnahme wird die Einführung von Postanschriften sein. So ist der Bezirksrat demnächst aufgefordert, den Straßennamen „Europaallee“ zu vergeben, an der dann alle Gebäude residieren und hoffentlich durch Navigationsgeräte gefunden werden. Bereits heute herrscht bisweilen Parkplatzknappheit. Düwel stellt „vielleicht schon für 2012“ ein Parkhaus mit 350 Plätzen anstelle der jetzigen (von Q-Park bewirtschafteten) Fläche mit 100 Plätzen in Aussicht.

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