L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Das verdienen Auszubildende im Saarland

Zwangsläufig ist Geld ein allgegenwärtiges Thema, denn ohne Knete geht nichts. Die Wahl einer Ausbildung und damit eines Berufs entscheidet darüber, wie prall der eigene Geldbeutel in den kommenden Jahren gefüllt sein wird.

Wie viel ein Auszubildender verdient, ist meist in einem Tarifvertrag festgelegt, der zwischen einem Arbeitgeberverband und einer Gewerkschaft geschlossen wurde. Darin steht, wie viel Geld ein Azubi im Monat mindestens bekommt. Angehende Straßenbauer oder Stuckateure zum Beispiel zählen im Saarland zu den Spitzenverdienern unter den Auszubildenden: Im Baugewerbe winken im dritten Ausbildungsjahr rund 1300 Euro. Auch im Bank- und im Versicherungsgewerbe wird die 1000-Euro-Marke geknackt. Betrachtet man den Durchschnittsverdienst, liegen diese drei Branchen fast auf Augenhöhe. Im Durchschnitt verdienen Bau-Azubis in den ersten drei Lehrjahren knapp 1000 Euro im Monat. Auszubildende bei Versicherungen kommen hierbei auf 956 Euro im Monat – ihre Vergütung liegt schon im ersten Jahr bei fast 900 Euro und steigt in den darauf folgenden Jahren nur wenig an. Im Baugewerbe sind die Sprünge größer. Im ersten Lehrjahr erhalten Bau-Azubis nur etwa 670 Euro. Zu den Wenig-Verdienern gehören beispielsweise Friseure und Raumausstatter. Selbst im dritten Ausbildungsjahr geht die Vergütung meist nicht über 500 Euro hinaus.

Allerdings ist auch nicht jedes Unternehmen an einen Tarif gebunden. Doch viele Ungebundene orientieren sich an den Vergütungen der geltenden Tarifverträge. Michael Meter, Ausbildungs-Teamleiter der Industrie- und Handelskammer Saar (IHK), beobachtet aber, dass manche nicht an den Tarif gebundene Unternehmen, oft kleine Betriebe im Einzelhandel und in der Gastronomie, an die Untergrenze der Bezahlung gingen: etwa 20 Prozent weniger als die im Tarifvertrag vereinbarte Vergütung.

Die Devise „Ich zahle unter Tarif“ verschwinde mehr und mehr, sagt hingegen Justus Wilhelm, Ausbildungs-Bereichsleiter der Handwerkskammer Saar (HWK), „auch bei Friseuren“. Dadurch, dass es immer mehr an Bewerbern mangele, versuchten Betriebe, mit mehr Geld zu locken. So auch der Friseur Klier. In den saarländische Filialen soll bald die Azubi-Vergütung steigen, sagt Amina Martino, Salonleiterin in der Europagalerie in Saarbrücken. In anderen Bundesländern sei dies schon der Fall. Demnächst sollen auch hier Azubis mehr Geld bekommen als von der Innung empfohlen. Wann und wie viel sei jedoch noch nicht klar. Martino ist sich sicher, dass die Bewerberzahl durch die bessere Bezahlung steigen wird. In diesem Jahr, sagt sie, bewarben sich nämlich weniger um die Ausbildung als sonst.

Interessierte finden das Tarifregister im Internet unter www.saarland.de: über den Pfad „Themenportale“, dann „Tarifregister-Tariftreue“ und schließlich „Ausbildungsvergütung“ in der linken Auswahlleiste.




Hintergrund

Reicht die Ausbildungsvergütung nicht aus, zahlt die Agentur für Arbeit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Voraussetzung ist dafür, dass ein Lehrling, der noch keine 18 Jahre alt ist, nicht bei den Eltern wohnt, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit vom Elternhaus entfernt ist oder er/sie ein Kind hat oder verheiratet ist. Auszubildende über 18 Jahre, können Beihilfe erhalten, wenn sie nicht bei den Eltern, sondern in einer eigenen Wohnung leben. Die Höhe der Förderung richtet sich nach den Wohnungskosten, dem eigenen Einkommen und auch dem der Eltern und des Ehepartners. Im Jahr 2013 erhielten im Saarland nach Angaben der Agentur für Arbeit Neunkirchen, durchschnittlich 1606 Personen im Monat Ausbildungsbeihilfe .pam
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