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Das war's: Darüber haben wir 2013 gelacht, gestritten und gestaunt

Der Veggie-Day: Alles veggie, oder was? Der fleischlose Öko- Gau der Grünen ist der Lacher des Jahres. Wie bereitwillig dämlich von Renate Künast bis Katrin Göring-Eckardt alle den Unsinn im Wahlkampf noch verteidigt haben! Und von wegen Veggie – mitten in ihrem Wahlspot ließen die Grünen ein Schwein auf die Wiese pinkeln. Wie lautete noch ihr Slogan? Ach ja: „Und Du?“ Flop

Hans-Dietrich Genscher: Genschman ist wieder da. Das ist der Mann, von dem gesagt wird, er sei in seiner aktiven Zeit als Außenminister so viel gereist, dass er sich selbst in der Luft begegnen konnte. Der wandelnde gelbe Pullover hat im Fall des Russen Michail Chodorkowski mal eben gezeigt, wie Diplomatie wirklich funktioniert. Top

Ursula von der Leyen: Wie macht sie das bloß? Sieben Kinder, viele Ämter und eine Frisur, die immer wie Beton liegt. „Nur“ Gesundheitsministerin sollte sie werden. Pah! Will ich nicht, hat sie gemeckert. Also gab Angela Merkel ihr flugs das Verteidigungsressort und die Kronprinzessinnen- Rolle noch dazu. Jetzt ist sie die Mutti der Kompanie. Aber ohne Helm, wegen der Frisur. Top

Die FDP: Raus aus dem Bundestag, raus aus allen gut bezahlten Ämtern, rein in die Depression. Von Rainer Brüderle bleibt nur der Sexismus-Vorwurf, von Dirk Niebel die Fallschirmspringer- Mütze. Und von Philipp Rösler, äh, von Philipp wer? Jetzt sind die Liberalen erst recht das, was sie vor der Bundestagswahl schon gewesen sind – ein Schatten ihrer selbst. Mega-Flop

Peter Ramsauer: Der „Zar“, wie ihn sein Parteichef Horst Seehofer verspottet hat, wurde von ebendiesem abserviert. Vom Verkehrsminister zum Hinterbänkler. Kürzlich hat Ramsauer mal über die Dosen eines polnischen Tatra-Biers philosophiert. Darauf ist nämlich ein Bauer abgebildet, der genau wie Ramsauer aussieht. Da winkt doch eine neue Karriere! Flop

Merkels Handy: Klingelingeling, Klingelingeling – hier spricht die NSA. Was war die Kanzlerin sauer, als sie erfuhr, dass ihr Handy von den Amerikanern abgehört und kontrolliert wird. Sie, die so flink simsen kann wie ein 14-Jährige. Dabei hatte ihr Intimus Ronald Pofalla die NSA-Affäre doch für beendet erklärt. Die Deutschen sollten sich nicht so anstellen. Aber wehe, Muttis Handy klingelt. Flop

Christian Ströbele: Der alte Mann auf dem Fahrrad hat es allen mal wieder bewiesen. Ab nach Moskau und Edward Snowden besucht. Respekt. Sein Handy hat der 74-jährige Grüne vor dem Treffen im Hotelsafe eingeschlossen. Sicher ist sicher in diesen abhörfreudigen Zeiten. Irgendwie scheint Ströbele in Sachen Telefon auch schlauer zu sein als die Kanzlerin. Top

Hannelore Kraft: Erst war die Ministerpräsidentin aus NRW gegen die große Koalition, dann total dafür. Anschließend trat sie ihr Image der roten Hoffnungsträgerin noch rasch selbst in die Tonne: „Ich werde nie, nie als Kanzlerkandidatin antreten.“ Wie kraftlos. Christian Wulff hat das übrigens von sich mal so ähnlich gesagt. Er wurde dann Bundespräsident. Flop

Die Pkw-Maut: Angelas Mondfahrt, könnte der Titel dieser Geschichte lauten. „Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben“, hat die Kanzlerin im TV-Duell mit dem – Zitat Stefan Raab – „King of Kotelett“ Peer Steinbrück von der SPD gesagt. Jetzt steht die Maut im Koalitionsvertrag. Umsetzen muss sie die CSU. Drei Vignetten hat der neue Verkehrsminister Alexander Dobrindt übrigens schon an seinem Dienstwagen kleben. Es bleibt aber dabei: Flop

Die Drohne: Ex-Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Blindflug. Und das alles wegen einer Drohne namens Euro Hawk, die nicht fliegen konnte, dafür aber mit 500 Millionen Euro superteuer war. Angela Merkels heimlicher Bürokratieminister wusste auch nicht mehr, wann er was vom Drohnen- Gau gehört hat. Jetzt macht er halt Inneres. Aber das Geld ist futsch. Flop

Angela Merkel und Sigmar Gabriel: Die „Perle aus der Uckermark“ holte bei der Bundestagswahl 41,5 Prozent, und der „Harzer Roller“ mauserte sich vom Pop-Beauftragten zu August Bebel 2.0. Beide haben die große Koalition gezimmert – obwohl sie sich im Wahlkampf noch spinnefeind waren. So ist Politik. Top
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