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Das zahlen Studis und Staat fürs Studium

Berlin. Das Studium ist teuer. 812 Euro zahlt ein Student im Schnitt monatlich. Verlangt eine Hochschule Studiengebühren, kommen nochmal 500 Euro pro Semester oben drauf. Das geht aus der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hervor. Jedem fünften Studenten ist das zu viel. Er muss sein Studium sogar aus finanziellen Nöten abbrechen, zeigt eine Studie des Bonner Hochschul-Informations-Systems.

Studentenbudget: Zwischen 722 und 832 Euro

Bei den Budgets gibt es regionale Unterschiede. Während Studenten in den alten Bundesländern rund 832 Euro ausgeben können, haben ihre Kommilitonen in den neuen Bundesländern mit 722 Euro deutlich weniger in der Tasche.

Ganz gleich ob Ost oder West, die wichtigste Einnahmequelle der Studenten sind die Eltern. 87 Prozent werden von Mama und Papa im Schnitt mit 445 Euro monatlich unterstützt. 65 Prozent der zwei Millionen Studenten jobben neben dem Studium und bessern so ihre Haushaltskasse mit durchschnittlich 323 Euro auf. Etwa 500 000 Studenten sind bei der Studienfinanzierung auf Bafög angewiesen. Sie erhalten etwa 430 Euro. Stipendien spielen bis heute nur eine geringe Rolle bei der Studienfinanzierung. Lediglich zwei Prozent der Studenten erhalten eines, welches dann im Schnitt 305 Euro extra einbringt.

Mieten belasten Studenten-Budget am meisten

Die Mieten belasten das Budget der Studenten mit 281 Euro im Durchschnitt am stärksten. Dabei schwanken die Kosten in den einzelnen Bundesländern aber beträchtlich. Während ein Student in Sachsen 228 Euro pro Monat zahlen muss, sind in Hamburg 345 Euro fällig. Die Saarländer zahlen einen Euro mehr als der Bundesschnitt, also 282 Euro.

Einen großen Posten macht auch die Ernährung aus. Akademiker in Ostdeutschland essen mit 140 Euro deutlich günstiger als ihre West-Kollegen mit 163 Euro. Weitere Kostentreiber: 76 Euro bezahlen die Studenten, damit sie täglich mit Bus und Bahn oder dem eigenen Auto fahren können. Für die Krankenkasse, Medikamente und Arztkosten sind weitere 59 Euro fällig. 51 Euro lassen die Studenten monatlich in in den Mode-Boutiquen. (53 Euro im Westen Deutschlands, 43 Euro im Osten der Republik). Im Durchschnitt geben Studenten 33 Euro für Bücher, Kopien und sonstige Lernmittel aus.

Ein Student kostet den Staat zirka  49 800 Euro

Ein Hochschulstudium ist für Vater Staat eine kostspielige Sache. Ein durchschnittlicher Studienabschluss verschlingt nämlich Staatsgelder in einer Größenordnung, die für den Kauf eines Luxuswagens reichen würden. Wie tief die deutschen Steuerzahler für ihre Studenten in die Tasche greifen müssen, weiß das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden genau. Es ermittelt jährlich, wie viel Steuern für die rund zwei Millionen Studenten der Bundesrepublik gebraucht werden.

Fachhochschulen (FH) günstiger

Da die Hochschulen nicht gleich groß und dadurch unterschiedlich teuer im Unterhalt sind, schwanken die Summen mitunter beträchtlich. Ein Student an einer deutschen Universität beispielsweise kostet im Bundesdurchschnitt im Jahr rund 8650 Euro. Ein Uni-Absolvent hat nach einem erfolgreichen Studium dadurch Kosten in Höhe von 49 800 Euro verursacht. An den Fachhochschulen (FH) zahlt der Staat für einen Abschluss lediglich 17 200 Euro, also nur etwa ein Drittel des Uni-Betrages. An den FHs sind folglich auch die jährlichen Kosten von exakt 2360 Euro pro Student deutlich günstiger.

Absolventen der Humanmedizin am teuersten

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und die Saar-Universität liegen bei den Absolventenkosten deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ein erfolgreicher Uni-Student kostet die Saarländer 39 500 Euro, ein HTW-Absolvent 16 900 Euro. Die Preise fürs Studium variieren nicht nur nach Hochschultyp und Bundesland, sondern auch an den einzelnen Hochschulen – und zwar je nach Studienfach. Mit 203 700 Euro sind Absolventen der Humanmedizin mit Abstand am teuersten. Ernährungswissenschaftler sind mit 57 900 Euro schon verhältnismäßig günstig. Richtig billig ist ein Studium der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: 12 200 Euro kostet ein Absolvent die Steuerzahler.

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