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Datensicherheit: Forscher der Saar-Uni präsentieren sich auf der Cebit

So zeigt Mark Simkin, wie das Geldabheben am Bankautomat mit Hilfe einer Datenbrille wie zum Beispiel „Google Glass“ sicherer gemacht werden kann. Auf die Brille ist ein Mini-Computer mit einer Kamera montiert. Der Kunde identifiziert sich am Automaten. Dieser zeigt einen sogenannten QR-Code – das sind schwarz-weiß verpixelte Quadrate – auf dem Bildschirm. Der Computer in der Brille identifiziert den Code und zeigt eine PIN.

Die Zahl gibt der Benutzer am Bankautomaten ein und erhält sein Geld. Diese PIN hat den Vorteil, dass sie nur einmal verwendet werden kann. „Falls jemand sie ausspäht, kann er nichts damit anfangen“, sagt Simkin. Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik. Doch der Forscher ist überzeugt, dass diese Brillen, die Bilder auf einen augennahen Bildschirm werfen, bald ausgereift sind. Außerdem müssten die Bankautomaten nicht umgerüstet werden. „Es genügt ein Software-Update.“ Dieses Forschungsprojekt ist am Center for IT-Security, Privacy and Accountability (Cispa) an der Saar-Uni angesiedelt, das Verfahren zur Datensicherheit erforscht. Aus dem Hause Cispa kommt auch ein Projekt, das zum Ziel hat, im Internet Benutzerdaten erheben zu können, ohne die Privatsphäre des Nutzers zu gefährden.

„Wir legen im Server ein statistisches Raster über die Daten“, erläutert Cispa-Forscher Fabian Bendun. „Webseiten-Betreiber können erkennen, dass ihre Seiten überwiegend von Männern zwischen 30 und 40 Jahren besucht werden, mehr aber auch nicht.“ Auch wenn nur ein einziger Nutzer zugreift, „kann er nicht identifiziert werden“, sagt Bendun. Er ist davon überzeugt, dass solche statistischen Verfahren an Bedeutung gewinnen, um die Nutzer davor zu schützen, dass Webseiten- Betreiber ungefragt Daten horten.

Das Cispa zeigt außerdem neue Analyse-Methoden, mit denen Applikationen für Smartphones (Apps), die das Betriebssystem Android verwenden, auf verdächtiges Verhalten überprüft werden können. Die Forscher haben eine Software entwickelt, die solche bösartigen Apps bereits im App Store enttarnen kann, noch bevor sie auf das Smartphone geladen werden und dort Schaden anrichten können. „Es kann sein, dass die App zunächst harmlos daherkommt, irgendwann aber beginnt, die Daten des Nutzers an teure Dienste zu verschicken“, nennt Professor Christian Hammer ein Beispiel. „Wir wollen verhindern, dass das Smartphone zu einer Kostenfalle wird.“

Den Prototyp einer neuartigen Suchmaschine präsentiert das Max-Planck-Institut für Informatik am Uni-Forschungsstand. „Der Nutzer kommt bei der Suche schneller auf den Punkt, weil die Maschine Mehrdeutigkeiten bei den Begriffen selbst auflöst“, sagt Wissenschaftler Johannes Hoffart.

Wer beim Begriff „Golf“ das VW-Auto meint, landet schnell dort, wo er hin will. Er muss nicht noch Seiten über die gleichnamige Sportart und die zahlreichen Meerbusen, die als „Golf von …“ das Internet füllen, aussortieren. „Noch ist die Suchmaschine im Versuchsstadium“, schränkt Hoffart ein. „Von Google sind wir Lichtjahre entfernt. Aber auch die haben klein angefangen.“

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