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David Garrett zeigte am Bostalsee eine perfekte Show unter freiem Himmel

7500 Menschen marschierten am Freitag von den Parkplätzen zum Open-Air-Festival auf die Festwiese am Bostalsee. Der 34-jährige Geiger David Garrett hatte mit seinem Arbeitsgerät eine „Classic Revolution“ angekündigt. Bis um 16.30 Uhr wusste Geburtstagkind Horst Ludes aus Trier noch nichts von seinem Glück, dass er 19 Uhr am Bostalsee aufschlagen würde. „Meine Frau und Freunde haben mir zu meinem runden Geburtstag eine Eintrittskarte geschenkt“, erzählte er. Es sei dann sofort in Auto und in Richtung Bostalsee gegangen. „Ich freue mich, dass wir nun hier gemeinsam feiern können“, sagte Ludes vor dem Betreten des Festivalgeländes. Den Stress mit der Einlasskontrolle ersparten sich 300 Seebesucher. Sie machten es sich auf der Wiese gemütlich, breiteten die Decke aus, stellten Campingstühlchen auf und verfolgten die Show auf den drei Großleinwänden. Ehe David Christian Bongartz, so der bürgerliche Name des Künstlers, die Bühne betrat, schwärmten Mitarbeiter eines Sicherdienstes aus. Mit freundlichen Worten baten die breitschultrigen Männer, dass die Zaungäste den abgesperrten Bereich verlassen möchten. Ohne Murren setzten die Kiebitze deren Anweisungen um und begaben sich drei Meter weiter zurück hinter das Flatterband. Was an der Sachlage nichts änderte. Im Gegenteil. Es wurden immer mehr Bewunderer des Ausnahme-Musikers, die ein telegenes Konzerterlebnis zum Nulltarif genießen durften.

Dagegen legte der Besucher der Open-Air-Veranstaltung für ein Ticket zwischen 55 und 155 Euro hin. Dort tummelte sich der Star des Abends mitten unter den Leuten. „Da ist er“, schrien und riefen Besucher, die es nicht mehr auf den Stühlen hielt. Hastig wurden Fotos vom Geiger, der auf seinem Weg zur Bühne mit dem Bogen die Saiten seines Instrumentes streichelte, geschossen. Die Menschenmenge jubelte ihm zu. Gelungene Ouvertüre.

„Er ist ein interessanter Typ“, meinte der zwölfjährige Kilian. Sein Vater arbeitet für die Beleuchtungsfirma, die Garretts Auftritt ins richtige Licht gesetzt hat. Kilian besuchte seinen Vater an dessen Arbeitsplatz und wurde mit einem begehrten Backstage-Pass ausstaffiertet. Das Programm war so abwechslungsreich wie die verschiedenen Altersgruppen im Publikum: Auf Klassik folgte Pop, mal Rock oder eine Schnulze. „Die rockigen Stücke gefallen mir von ihm am besten“, meinte die zwölfjährige Nachwuchs-Geigerin Jule. Sie war mit ihrer Mutter und Schwester Vera (16) aus Frankfurt am Main nach Bosen gekommen. „Mir gefällt auch das Klassische“, ergänzte Vera.

Garrett zeigte viel mehr, als nur seine Geigenkunst. Mit der Beanie-Mütze wollte er trendy wirken, anmachen und verführen. Darin ist er Meister. Trotz Tattoos, ein Bad-Boy-Image, wie auf seinem T-Shirt nach der Pause zu lesen war, nahm ihm wohl kaum jemand ab. Der Geigen-Virtuose bot den Leuten im und außerhalb des Festivalgeländes einen großartigen Konzertabend.3500 Parkplätze standen den Besuchern des Open-Air-Festivals mit David Garrett rund um den Bostalsee zur Verfügung. Einmal war der Verkehrsfluss am Freitag ins Stocken geraten. Vor einem Blumengeschäft in Neunkirchen/Nahe löschte die Feuerwehr einen Autobrand. Kurz darauf war die Straße wieder befahrbar, verletzt wurde niemand.

Noch vor Konzertbeginn musste die Türkismühler Polizei ausrücken. Die Tourproduktionsfirma meldete den Verlust von zwei Kamerazügen im geschätzten Wert von 12 000 Euro, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Beim Abladen der Laster sei das Fehlen der Züge festgestellt worden, so der Polizeisprecher am Sonntag. Die Firma erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Mehr gab es für Ordnungshüter nicht zu tun.

Einen entspannten Abend erlebten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Vier Trägertrupps (zwei Feuerwehrleute, zwei Rotkreuzler) waren auf dem Festivalgelände postiert. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist nichts passiert“, resümierte DRK-Sprecher Berthold Wagner zufrieden. Zum zweiten Mal nach der Supermoto-Veranstaltung hat sich das DRK-Versorgungsfahrzeug nun bewährt. Polizei , Feuerwehr und DRK-Helfer wurden gemeinsam aus der mobilen Feldküche verpflegt.  
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