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Dem Drescher-Haus geht's jetzt an den Kragen

Dem alten Drescher-Geschäftshaus, das aus den Sechzigern stammt, rücken jetzt Abrisskolonnen auf den Leib.

Dem alten Drescher-Geschäftshaus, das aus den Sechzigern stammt, rücken jetzt Abrisskolonnen auf den Leib.

Saarbrücken. Im Drescher- Haus staubt es derzeit ganz gewaltig. Arbeiter Hurat Hökenek schwingt eine Axt und lässt sie in eine Wand einer früheren Hautarztpraxis krachen. Der Rigips bricht, die Platten zieht Hökenek dann zur Seite.



Haus wird schrittweise zerlegt

Doch was nach roher Gewalt aussieht, ist ein absolut planmäßiges Vorgehen. „Wir können ja nicht einfach die große Kugel schwingen und alles zusammenkrachen lassen“, sagt Polier Oliver Orentat. Das Haus werde schrittweise zerlegt, und die dabei anfallenden Reststoffe würden getrennt entsorgt. „Wir folgen einem Schadstoffkataster, das ein Gutachter angelegt hat. Er hat zum Beispiel an einzelnen Stellen auch Asbest gefunden, alles im üblichen Rahmen, aber das ist zu beachten“, sagt er. In Abluftrohren und an der Kamineinfassung habe der Gutachter die krebserregenden Fasern festgestellt. Ansonsten werden Dämmstoffe von Rigips getrennt und Fensterrahmen aus Metall von Teilen aus Holz. Selbst die Holzteile werden nochmals sortiert. Unbehandeltes Holz wird anders entsorgt als das angestrichene.

Holz und imprägniertes Holz gehören zu einer dritten Abfallkategorie, erklärt Orentat. Er arbeitet für das Abbruchunternehmen F&R Industriedemontage aus Neunkirchen, das schon die Abbrucharbeiten an der alten Saargalerie ausführte. Vier Wochen dauere die Entkernung des Drescher- Hauses, dann beginne im Hof der Außenabriss.


Erster Schritt zur Neugestaltung der Schifferstraße

Die große Eisenkugel komme dabei nicht zum Einsatz, sondern eine riesige Schere, die den Beton durchtrenne. Schließlich dürfe den angrenzenden Häusern nichts passieren, und man müsse erschütterungsarm arbeiten. Zur Schifferstraße und zur Saar ist das Drescher-Haus freistehend, dahinter ist zur Bahnhofstraße aber Salamander angebaut und rechts von vorn gesehen S.Oliver. Das Salamander-Rückgebäude hat eine neue Fassade, die man schützen werde.

Vor dem Abriss ergreife man dort Schutzmaßnahmen, kündigt der Polier an. „Wenn wir viel Glück haben, entdecken wir beim Abriss den Grundstein, der oft Überraschungen birgt. Leider wissen wir nicht, wo er ist“, sagt Orentat. Der Abriss ist der erste Schritt zur Neugestaltung der Schifferstraße. Dort soll unter anderem ein überdachter Platz entstehen.

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