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Den Köllertal-Gemeinden geht das Streusalz aus

Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Köllertal. Die Autofahrer im Köllertal haben mit Geduld auf den heftigen Wintereinbruch am Donnerstagabend reagiert. Da die Wetterdienste Schneehöhen von 15 bis 20 Zentimeter angekündigt hatten, wurden offenkundig viele Fahrten erst gar nicht angetreten. Vor allem in den Höhenlagen von Heusweiler und Riegelsberg waren kleine Nebenstraßen vorübergehend nur eingeschränkt oder nicht erreichbar. In den Polizeibericht ging nur ein einziger glättebedingter Unfall ein. Er trug sich bereits um 17.35 Uhr auf der Ortsdurchfahrt Riegelsberg (B.268) zu. Wie es hieß, rammte ein mit Schneepflug ausgerüsteter Geländewagen in Höhe der Lindenstraße einen Ampelmast. Verletzt wurde niemand, der Schaden blieb gering. Die zufällig des Weges kommende Saarbahn musste scharf gebremst werden, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Bereits vor dem „großen Schnee“ kündigte die Püttlinger Stadtverwaltung an, den Räum- und Streudienst auf den Gemeindestraßen ab sofort umzustellen und einzuschränken. Als Grund wurden Engpässe bei Streusalzlieferungen genannt.

Der für den Winterstreudienst zuständige Eigenbetrieb Technische Dienste teilte mit, bei einsetzendem Schneefall und überfrierender Nässe lediglich die Straßen in der Rangstufe 1 mit Salz abzustreuen. Hierzu zählten Hauptverkehrsstraßen, Steigungsstrecken und die Zufahrt zur Klinik. Straßen in der Prioritätenstufe 2 – mit etwas erhöhtem Verkehrsaufkommen und Anbindungsfunktion – könnten nur noch geräumt und mit Granulat oder Splitt abgestreut werden. Reine Anliegerstraßen ohne Steigungen oder Anbindungsfunktionen würden nur noch vom Schnee geräumt und dies auch erst dann, wenn die vorrangigen Straßen zuvor bedient worden seien.

Püttlingens Stadt-Pressesprecher Stefan Waltner sprach von „enormen Engpässen bei den Vorlieferanten von Streusalz, verursacht durch den frühen und heftigen Wintereinbruch in ganz Deutschland und Europa“. Zwar habe die Stadt Püttlingen derzeit noch etwa 40 Tonnen Salz auf Lager und eine Lieferung von 20 Tonnen stehe noch an – bei einem Volleinsatz würden jedoch pro Tag etwa 10 bis 15 Tonnen benötigt. Da weitere Salzlieferungen erst für Ende Januar oder Mitte Februar sicher zugesagt worden seien, gebe es keine andere Möglichkeit, als mit den Vorräten sparsam zu wirtschaften. Der Eigenbetrieb werde weiterhin alles unternehmen, um mögliche Salzlieferungen zu ordern. Auch in Riegelsberg wird das Salz langsam knapp. Bauhof-Leiter Joachim Maurer durfte sich aber freuen, bis in die nächste Woche gewappnet zu sein. In Heusweiler liegen noch 80 Tonnen Salz bereit – das reiche bis ins neue Jahr, hieß es.


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