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Der Alltag ohne Fußball-WM: So gehen Saarländer damit um

Schluss. Aus. Abpfiff. Vier Wochen lang hat die Fußballweltmeisterschaft das Leben der Menschen bestimmt. Doch wie geht’s ohne König Fußball weiter? Wir haben ein paar Saarbrücker gefragt, wie sie nun ihre plötzlich freien Abende nutzen. Der 18-jährige Julius Schmitt, der mit seinem Klassenkameraden in Saarbrücken unterwegs ist, hat fast kein Spiel verpasst. „Wir haben nahezu alle Spiele gesehen, da wir mit unserem Abitur gerade fertig geworden sind und sehr viel Zeit haben. Dazu haben wir uns immer abwechselnd bei Freunden getroffen“, erzählt der angehende Student. „Natürlich ist es traurig, wenn die Spiele vorbei sind; man gewöhnt sich so sehr daran“, sagt er lachend.

Der gleichen Meinung ist auch sein Freund Marius Rau: „Es ist schade. Aber andererseits sind wir nicht mehr an die späten Spielzeiten gebunden und können früher schlafen gehen“. Jetzt treffen wir uns natürlich trotzdem noch mit unseren Freunden und nutzen die Zeit eben anders. Wir gehen zum Beispiel zusammen ins Kino oder ins Shisha- Café“, so der 18-Jährige.

Für Mutter Melanie Kerner aus Saarbrücken waren die Spiele teilweise stressig: „Ich habe zwar alle Deutschlandspiele gerne geschaut, aber ich bin auch ganz froh, dass der Trubel wieder vorbei ist. Zum Glück konnte unser Sohn während des Lärms und der Autokorsos gut schlafen. Ich freue mich auf die kommenden ruhigen Abende und mehr Schlaf“, sagt die 37-Jährige. Diese wird sie mit ihrem Mann zu Hause verbringen. „Es gibt auch ein Leben zwischen und nach den WM-Spielen“, so Klaus Lohmann schmunzelnd. Der 55-jährige Saarbrücker sah sich die Spiele alle an, wird die Zeit der Weltmeisterschaft jedoch nicht vermissen.

„Nach der WM werde ich wie zuvor auch joggen gehen, und meine Frau und ich werden uns mit unseren Freunden treffen. Für uns wird sich nicht viel ändern. Ich habe meinen Tagesablauf durch den Fußball nicht komplett über den Haufen geworfen“, verrät uns der Vermögensmanager und lacht.

„Ich habe alle Deutschland- Spiele gesehen, aber vermissen werde ich den Fußball nicht“, erzählt die Schülerin Tamara Bohr. Für die 17-jährige Saarbrückerin kehrt nach der WM wieder der ganz normale Alltag ein: „Ich werde wieder mehr mit meinen Freundinnen telefonieren und die Fernsehserien, die ich durch die WM-Spiele verpasst habe, nachholen“.

„Was sich für uns ändert? Eine Pause von den ganzen Besuchen. Wir hatten zu allen Spielen regelmäßig Gäste eingeladen. Jetzt essen wir wieder ganz normal zu Abend und gehen etwas früher schlafen“, so Helen Bäuml, Sozialpädagogin aus Saarbrücken. „Für uns hat sich nichts wirklich geändert; der Fußball ist uns nicht in die Quere gekommen. Wir haben unsere Termine wie Cross Fit lediglich verlegt. Die entstandenen Lücken durch die fehlenden Spiele füllen wir nun mit Schlaf“, sagt die 29-Jährige.

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