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Der Beweis: Sprossen Ursache für Todes-Keim

Berlin/Saarbrücken. Auslöser der Ehec-Epidemie sind höchstwahrscheinlich die bereits zuvor verdächtigten Sprossen. An dem Gemüse aus einem Biohof im niedersächsischen Bienenbüttel wurden erstmals Bakterien des aggressiven Typs O104 entdeckt, wie Nordrhein-Westfalens Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) gestern mitteilte. An Infektionen mit dem Darmkeim starben bundesweit bislang mindestens 32 Menschen, mehr als 4000 sind daran erkrankt.



Lückenlose Kette zwischen infizierten Sprossen  und Patienten

Ein Rest an Unsicherheit bleibe jedoch, sagte Remmel. Grund: Die getesteten Sprossen stammen aus einer geöffneten Packung, die in einer Mülltonne lag. Zwei der drei Mitglieder des Haushalts bei Bonn hätten Sprossen gegessen und seien Mitte Mai an Ehec erkrankt. Damit wurde erstmals eine lückenlose Kette zwischen infizierten Sprossen aus Bienenbüttel und Patienten nachgewiesen.

Für Gurken, Tomaten und Salat gab es Entwarnung. Sie könnten ohne Bedenken wieder gegessen werden, sagte Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung. Das Saar-Gesundheitsministerium schloss sich der Empfehlung an. Wie Staatssekretär Sebastian Pini weiter mitteilte, wurde bislang kein keimbelastetes Lebensmittel im Saarland gefunden. 72 Proben von Salaten und Gemüsen seien getestet worden – alle negativ. Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) verwies auf die „immensen Verluste“ der Bauern durch die Ehec-Warnung. Es sei nun „wichtig, dass die Verbraucher wieder Vertrauen in unsere heimische Landwirtschaft haben“, sagte er.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) gab sich dagegen zurückhaltend: Zahlreiche Analysen stünden noch aus. So sei nach wie vor ungeklärt, wie die Bakterien auf die Sprossen gelangten.

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