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Der EVS entsorgt jetzt den Müll in Wadern

Wadern. Der Entscheidung sind im Vorfeld zahlreiche Beratungen und Diskussionen voraus gegangen. Zuletzt hatte eine Kommission mit Stadtratsmitgliedern und Verwaltungsfachleuten unter Führung von Bürgermeister Fredi Dewald Einzelgespräche mit den beiden Anbietern SDK(Superdreckskescht) und EVS geführt und zu einer Fortssetzung der Zusammenarbeit mit dem EVS geraten. Die Gründe erläutertete Bürgermeister Dewald in der Ratssitzung. Bürgermeister, Stadtrat und Verwaltung erhoffen sich mit diesem Schritt für die Zukunft Gebührenstabilität. CDU-Fraktionschef Helmut Turner meint dazu: "Ein Thema, das uns schon lange beschäftigt, hat sich nun zur Zufriedenheit entwickelt. Die voran gegangene Diskussion hat dem Rat tiefe Einblicke verschafft, andererseits dem EVS gezeigt, dass es mit ein paar Sitzungen nicht getan ist." Turner denkt nun auch an die Einrichtung eines Sozialkaufhauses nach Saarlouiser Vorbild. "Es gibt keine einfache Müll-Lösung", hat Gerd Schillo, Chef der Waderner SPD-Fraktion festgestellt. "Das hat die lange Diskussion gezeigt. Uns ist wichtig, dass Gebührenstabilität erreicht werden kann, dazu Entsorgungs-Sicherheit." Schillo verlangt von der Verwaltung nun eine intensive Beschäftigung mit der neuen Lage.Bei dem SDK-Konzept müsste die Stadt Wadern ein Grundstück zur Verfügung stellen, sagte der Bürgermeister. Bei einer Größenordnung von 3500 Quadratmetern und der symbolischen Pacht von einem Euro im Jahr entspreche dies einem Gegenwert von 66 500 Euro, gerechnet nach den Grundstückspreisen im Gewerbepark Wadern.  Nach Ablauf der Vertragszeit müsste die Stadt das Grundstück zusammen mit den dann aufstehenden Gebäuden vom SDK zum vereinbarten Restbuchwert zurück nehmen.

Im Jahr 2009 beträgt das Müllgebühren-Aufkommen der Stadt Wadern an den EVS 1 290 523 Millionen Euro. Bei dem SDK-Konzept läge die zu erwartende Gebührenbelastung für die Bürger bei 1 355 655 Euro, hat der Stadtrat errechnet. Nun erhält die Stadt vom EVS einen einmaligen Investitionskosten-Zuschuss von 280 000 Euro sowie einen jährlichen Betriebskosten-Zuschuss von 230 000 Euro für die Errichtung eines modernen Wertstoffzentrums.

Der Stadtrat hatte 2007 beschlossen, ab 2011 das so genannte Ident-System in der Müllverwertung einzuführen. Alle Müll-Gefäße werden mit einem Mikrochip ausgestattet, ein Zentralregister für Wadern wird beim EVS angelegt. Dies soll bei Bürgern, die weniger Müll produzieren, zu einer Verringerung der Gebührenbelastung führen.

Hintergrund

Ein wichtiger Bestandteil des Entsorgungskonzeptes des EVS für die Stadt Wadern bildet ein Wertstoffzentrum, das im neuen Gewerbepark angesiedelt werden soll. Hier können die Bürger Papier, Pappe, Glas, Textilien, Bauschutt usw. entsorgen. Dies soll in Wadern zu einer weiteren Reduzierung des Hausmülls führen, was Gebühren einsparen soll. Die Container für Papier und Kartonagen sowie Glas bleiben an ihren gewohnten Standorten. Die Entsorgung der gelben Wertstoffsäcke des Dualen Systems erfolgt ebenfalls wie gewohnt, teilt die Stadt mit. fs 
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