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Der FCK ist praktisch gerettet

Kaiserslautern. Allzu weit wollte sich niemand aus dem Fenster lehnen. Schließlich, so dachten sie vermutlich, könnte dieses Fenster noch irgendwie hinter ihnen zufallen. Wer aber im Kabinengang in die Gesichter der Spieler schaute und die Herzlichkeit sah, mit der da abgeklatscht und umarmt wurde, der wusste, dass dem 1. FC Kaiserslautern mit diesem 2:0 am späten Freitagabend gegen Schlusslicht FC St. Pauli der Verbleib in der Fußball-Bundesliga nicht mehr zu nehmen sein wird. Schön allerdings war es zuvor nicht unbedingt.

„Wir waren heute nicht die bessere Mannschaft, aber wir haben gewonnen“, stellte FCK-Trainer Marco Kurz fest. Es war ein Spiel, das sinnbildlich für die vergangenen Wochen stand. Da hatte die Mannschaft meistens deutlich besser gespielt, vor allem aber war – und das war die Parallele zum Spiel gegen St. Pauli – das Zeitgefühl exzellent. Wenn die Mannschaft gefordert war, brachte sie Leistung. Oder eben Tore.

„Wir haben alle ,Big-point’-Spiele gewonnen – trotz unserer unerfahrenen Mannschaft“, sagte Mittelfeldspieler Christian Tiffert. Die Mannschaft, die vor der Saison eine Hand voll Erstliga-Spiele bestritten hatte, war stärker, als viele erwartet hatten. Tiffert vermutete sogar eine Trotzreaktion in den Leistungen: „Wir waren vor zwei Spieltagen für viele Abstiegskandidat Nummer eins.“ Jetzt ist der FCK so gut wie durch.

Und ob eine Trotzreaktion oder einer der vielen anderen Gründe letztendlich entscheidend war, das dürfte egal sein – genauso egal wie die Leistung in den 90 Minuten zuvor, als der Saarländer Kevin Trapp vor der Pause mit zwei exzellenten Reaktionen nicht nur die Führung gewahrt, sondern auch einen Rückstand verhindert hatte. „Wir konnten uns bei Kevin bedanken“, lobte Kurz, und auch Tiffert hatte einen „wahnsinnig tollen Torwart“ im eigenen Tor gesehen. Der so Überschüttete wehrte dieses Los gekonnt ab, als hätte er solche Paraden schon in der E-Jugend gezeigt: „Dafür ist ein Torwart da.“ Aber wer so einen Torhüter und einen Tiffert hat, der hat sich auch einen engen 2:0-Sieg gegen St. Pauli, aber vor allem den Klassenverbleib verdient.

Vorstands-Chef Stefan Kuntz war es, der sich dann als erster ein wenig weiter aus dem Fenster traute – bei immerhin sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch zwei ausstehenden Spielen: „Wir können voller Stolz sagen, dass Kaiserslautern wieder richtig zurück ist in der Bundesliga.“ Also auch dort bleiben wird. Und auch wenn der erlösende Jubelschrei ausblieb, weil der VfL Wolfsburg zeitgleich 1:0 bei Werder Bremen gewann und deswegen, zumindest rein rechnerisch, noch der Rückfall auf Platz 16 möglich ist. Und doch fand FCK-Stürmer Srdjan Lakic, dass es „erlaubt ist, zu feiern“. Den gefühlten Klassenverbleib.
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