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„Der Königsweg ist das nicht“

Saarbrücken. Das Gesetz zur geregelten Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige tritt heute, am Nationalen Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, in Kraft. Die Regelbehandlung mit dem so genannten Diamorphin kann aber nach Auffassung des saarländischen Gesundheitsministeriums nur ein Baustein zur Verringerung der Sterblichkeitsrate bei Drogensüchtigen sein. „Wir verschließen uns nicht und tragen das mit, aber der Königsweg ist dies nicht“, erklärte gestern Ministeriumssprecher Stephan Kolling.

Nach dem Gesetz sollen lediglich Schwerstabhängige unter medizinischer Beobachtung und in besonderen Einrichtungen Diamorphin erhalten. Die Krux für Kolling: „Es ist nur ein extrem eingeschränkter Personenkreis betroffen.“ Das Problem der Heroinabhängigkeit könne durch solche Maßnahmen nicht gelöst werden, so der Sprecher von Gesundheitsminister Gerhard Vigener (CDU). „Für das Saarland käme nach Schätzungen und Rücksprache mit dem Drogenhilfezentrum eine Anwendung für etwa 15 Personen in Betracht“, so die Einschätzung der Suchtexperten des Gesundheitsministeriums.

Auch im vergangenen Jahr ist bundesweit die Zahl der Drogentoten gestiegen, auf 1449 Menschen. Im Saarland waren es 18. In diesem Jahr sind im Saarland bereits 14 Drogentote zu beklagen, fast so viele wie in den gesamten zwölf Monaten des vergangenen Jahres. „Wir haben dafür keine plausible Erklärung“, so Kolling. Er weist aber darauf hin, dass es sich bei allen Toten um szenebekannte Mehrfachsüchtige gehandelt habe. red
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