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Der Kultusminister lädt zum Bürgerfest: Tag der offenen Tür in der alten Saarbrücker Hauptpost

Das Büro des Ministers können Besucher am 3. September betreten. Foto: Becker&Bredel

Das Büro des Ministers können Besucher am 3. September betreten. Foto: Becker&Bredel

Auch Minister müssen mitunter länger träumen. Eine Art Skulpturenstraße hatte sich Ulrich Commerçon ( SPD ) für den Empfangsbereich seiner neuen Arbeitsstätte an der Saarbrücker Trierer Straße gewünscht, kurz nach dem Umzug im April 2014. Und einen „Tag des offenen Ministeriums“ sollte es auch möglichst schnell geben.

 

Nun, bis auf eine einzige, allerdings berauschend schöne Großplastik von Sigrun Olafsdottir zeigt sich das Entree der zum modernen Ministeriums-Bürogebäude umgebauten alten Saarbrücker Hauptpost immer noch kunst-verwaist – aus Brandschutzgründen, wie man aus dem Ministerium erfährt. Doch zumindest der zweite Wunsch des Ministers wird am 3. September in Erfüllung gehen, Commerçons Team hat einen Bürger-Besuchstag organisiert – den ersten, den es für die früher im Pingusson-Bau an der Stadtautobahn untergebrachte 250 Mitarbeiter starke Kultusbürokratie je gab. Die Veranstaltung soll jedoch nicht nur „verbotene Türen“ öffnen, sondern auch Informationen liefern, wie Minister Commerçon der SZ gestern auf Nachfrage mitteilte. „Wir nutzen diesen Tag als Präsentationsmöglichkeit. Die Bürger erfahren, wie der Behördenalltag aussieht. Es werden sich aber auch Institutionen vorstellen, die von uns betreut werden.“ Laut Commerçon wird ein Mix aus Feiern und Beratung geboten. Über das Programm will er noch detailliert informieren.

 

Vorgesehen sind unter anderem Führungen des Denkmalamtes zur Baugeschichte und zum Sanierungskonzept für das Gebäude aus der Völkerbundzeit (1930), das die Saarbrücker Firma Munitor für über 20 Millionen Euro zum Büro-Haus umgebaut und das Ministerium gepachtet hat. Auch wird beispielsweise der Graffiti-Künstler Reso in Aktion treten, und eine Musette-Band soll Menschen vom St. Johanner Markt bis zur alten Post hinter der Europagalerie locken. Zudem wird es Beratungsangebote für Referendare und Schüler geben.

 

Doch der 3. September kann sich auch für ausschließlich an Kunst interessierte Menschen lohnen. Denn mag auch das Foyer keine Visitenkarte für eine Kulturverwaltung sein, die schier endlosen Flure ähneln einer Galerie. Man begegnet Werken aus der Landeskunstsammlung, die nicht in Museen zu sehen sind. Und überhaupt: Wer würde nicht gerne wissen, welche Bilder den Minister beim Regieren inspirieren? Verraten sei so viel: „Aufbruch“ (Annegret Leiner, 2013) heißt eines der acht Werke.
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