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Der Übeltäter war wohl die Nachttisch-Lampe

Es sind bange Minuten für jeden Feuerwehrmann: Der Melder zeigt einen Wohnhausbrand mit einer unklaren Personenlage. Heißt im Klartext, die Feuerwehr muss davon ausgehen, dass sich im brennenden Haus noch Menschen befinden. Die nur einige wenige Minuten dauernde Anfahrt wird so zu einer Fahrt ins Ungewissen – so geschehen gestern Morgen in Ludwigsthal .

Gegen 6.30 Uhr war die Meldung zum Brand in der Hauptstraße bei den Rettungskräften eingegangen. Wie Polizei und Feuerwehr mitteilten, konnten sich die beiden 1941 und 1936 geborenen Bewohner rechtzeitig auf die Straße retten. Beide blieben unverletzt.

Laut Polizeiangaben war eine eingeschaltete Nachttischlampe auf eine Matratze gefallen und hatte dort ein Feuer ausgelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Schlafzimmer im ersten Obergeschoss des angebauten Einfamilienhauses bereits voll in Flammen. Beim Löschangriff eines Trupps mit Atemschutzgeräten sei es dann zu einer Durchzündung von Rauchgasen gekommen. Der Brand habe dadurch auf ein weiteres Zimmer übergegriffen. Eine weitere Ausdehnung habe man aber verhindern können, teilte Feuerwehrsprecher Christopher Benkert mit.

Insgesamt waren drei Trupps mit Atemschutz im Einsatz. Die Feuerwehr war mit 33 Kräften und acht Fahrzeugen vor Ort. Beteiligt waren die Löschbezirke Wellesweiler, Furpach und Ludwigsthal . Aus dem Löschbezirk Innenstadt war außerdem die Drehleiter alarmiert worden.

Der Einsatz dauerte gute zwei Stunden. Gegen 8.40 Uhr konnte die Feuerwehr das Haus an die Brandermittler der Polizei übergeben. Für die Zeit des Löscheinsatzes war die Hauptstraße zwischen Furpacher Straße und Eduard-Didion-Straße voll gesperrt.

Um 9.12 Uhr – die Wehrleute waren gerade wieder eingerückt – folgte dann eine neue Alarmierung zum Haus in der Hauptstraße. Zwei Glutnester waren entdeckt worden und mussten nachgelöscht werden. Wieder musste die Straße gesperrt werden, diesmal für etwa 45 Minuten.

Der Schaden durch den Brand selbst und Löschwasser liegt nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr bei etwa 100 000 Euro. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar und wird noch durch die Untere Bauaufsicht begutachtet. Das Ehepaar konnte bei Verwandten unterkommen.
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