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Der Vollmond hat im Juli gleich zwei Auftritte

Vor ihrem Abschied vom Nachthimmel bieten die beiden hellsten Planeten Venus und Jupiter im Juli eine besondere Gala. Venus, unser innerer Nachbarplanet, strahlt am Abend des 10. Juli in maximalem Glanz. Nach Sonne und Mond ist sie das bei Weitem hellste Gestirn am irdischen Firmament. Schon bald nach Sonnenuntergang erkennt man Venus am Westhimmel.

Schon zu Monatsbeginn überholt sie den Riesenplaneten Jupiter im Sternbild Löwe knapp südlich. Damit stehen die beiden hellsten Planeten nahe beieinander. Das ist ein spektakulärer Anblick am Westhimmel, insbesondere am Abend des 18. und 19. Juli, wenn sich die schmale Sichel des zunehmenden Mondes hinzugesellt.

Gegen Monatsende zieht sich Venus vom Abendhimmel zurück. Auch Jupiter verabschiedet sich und wird für das bloße Auge unsichtbar. In der ersten Nachthälfte ist der Saturn im Sternbild Waage zu sehen. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich der Ringplanet zurück. Am 26. Juli erhält er Besuch vom Halbmond. Mars steht am Taghimmel und befindet sich nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Auch der flinke Merkur zeigt sich nicht in unseren Breiten.

Der ferne und darum lichtschwache Zwergplanet Pluto kommt am 6. Juli im Sternbild Schütze in Opposition zur Sonne. Diesmal gehört ihm das besondere Interesse der Astronomen. Denn nach neunjähriger Reisezeit wird die US-Raumsonde New Horizons am 14. Juli Pluto und seine fünf bekannten Trabanten in geringem Abstand passieren. Es ist der erste Besuch eines irdischen Spähers bei Pluto.

Vom 12. Juli bis 19. August leuchten die Sternschnuppen der Delta-Aquariden auf, auch Juli-Aquariden genannt. Es sind meist nicht besonders helle Meteore, die dem Sternbild Wassermann zu entströmen scheinen. Das Maximum mit etwa 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde ist am 29. Juli in der Zeit nach Mitternacht zu erwarten.

Vollmond tritt am 2. Juli um 4.20 Uhr im Sternbild Schütze ein. Die Nacht vom 1. auf 2. Juli ist die kürzeste Vollmondnacht in diesem Jahr, wobei der Vollmond seine geringste Höhe über dem Südpunkt einnimmt. Bereits am 31. Juli um 12.43 Uhr steht der Erdtrabant abermals in Vollmondposition, diesmal im Sternbild Steinbock. Am 16. Juli um 3.24 Uhr ist Neumond.

Am Abendhimmel erkennt man, dass die Umstellung vom Frühlings- zum Sommerhimmel vollzogen ist. Das Sommerdreieck mit den Sternen Wega, Deneb und Atair sieht man gegen 23 Uhr schon hoch im Süden. Das Frühlingssternbild Löwe geht im Westen unter. Tief im Südwesten sieht man noch die bläuliche Spika, Hauptstern der Jungfrau. Hoch im Süden steht der Herkules in der Mittagslinie, ein wenig tiefer das ausgedehnte Bild des Schlangenträgers.

Während Herkules und Schlangenträger am aufgehellten Zivilisationshimmel kaum zu erkennen sind, kann man den Skorpion knapp über dem Südwesthorizont relativ gut ausmachen. Der Große Wagen sinkt im Nordwesten herab, während im Nordosten die Kassiopeia, das Himmels-W, emporsteigt. Wer freie Sicht zum Nordhorizont hat, wird einen hellen, flackernden Lichtpunkt sehen, die gelbe Kapella im Sternbild Fuhrmann. Sie ist in unseren Breiten zirkumpolar, geht also nie unter und ist somit in jeder klaren Nacht des Jahres zu sehen.

Am 6. Juli passiert die Erde abends ihren sonnenfernsten Bahnpunkt. Von der Sonne trennen uns dabei 152 Millionen Kilometer. Das Sonnenlicht benötigt dann acht Minuten und 27 Sekunden zu uns. Anfang Januar erreichte es 17 Sekunden früher die Erde. Die Sonne wandert schon wieder auf dem absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Ihre Mittagshöhen nehmen um knapp fünf Grad ab. Bei uns schrumpft die Tageslänge um eine Stunde.
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