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Der neue FCS-Trainer

Blau-schwarze Glückseligkeit erlebten FCS-Fans am 6. Juni 2004: Torhüter  Peter Eich (Mitte) parierte einen Elfmeter. Er sicherte den Aufstieg in Liga zwei. Jetzt wird der Aufstieg in Liga drei gefeiert.

Blau-schwarze Glückseligkeit erlebten FCS-Fans am 6. Juni 2004: Torhüter Peter Eich (Mitte) parierte einen Elfmeter. Er sicherte den Aufstieg in Liga zwei. Jetzt wird der Aufstieg in Liga drei gefeiert.

Am 22. Juni beginnt für Jürgen Luginger die Arbeit auf dem Platz: Dann startet der neue Saarbrücker Trainer mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung. Bis dahin bleibt neben dem Platz noch vieles zu tun.

Saarbrücken.
„Ludwigspark-Stadion? Da sind sicher noch einige Löcher von mir drin“, sagt Jürgen Luginger lachend. Der neue Trainer des Drittliga-Aufsteigers 1. FC Saarbrücken ist vom Aufsehen, das um den Trainerwechsel gemacht wurde, nicht überrascht: „Das große Interesse am Verein ist doch einfach toll. Ich kenne Saarbrücken und weiß, dass die Menschen hier für Fußball zu begeistern sind.“
In der Saison 1997/98 trug der 42-Jährige unter Trainer Dirk Karkuth das FCS-Trikot. Seit vorgestern steht er als Nachfolger von Dieter Ferner fest, der Sportdirektor wird. „Es gilt die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortzusetzen“, sagt Luginger ohne Angst vor dem großen Schatten des Vorgängers: „Entscheidend ist, was man als Trainer leistet – und dass man Erfolg hat.“
Noch kommen Luginger die Namen seiner Spieler nicht so leicht über die Lippen („Ich kenne Marcus Mann...“), die Erwartungen an die Mannschaft formuliert er dagegen klar: „Leidenschaft, Herz und Begeisterung zeigen – das sind Grundvoraussetzungen. Man muss spüren, dass die Truppe brennt.“ Für die Truppe kam der Wechsel überraschend. Kapitän Marcus Mann beschreibt die Reaktion in der Kabine, als Vize-Präsident Harald Ebertz die Nachricht überbrachte: „Wir waren geschockt. Am schlimmsten war es sicher für Dieter Ferner selbst. Er hätte garantiert gerne noch ein Jahr in der 3. Liga gearbeitet.“ Von der Verpflichtung Lugingers erfuhr Mann durch die Medien: „Ich kenne ihn nur aus dem TV. Wir sollten ihm jetzt alle helfen, erfolgreich zu arbeiten.“
Die Arbeit beginnt am 22. Juni mit dem Trainingsauftakt. „Wir fahren nicht ins Trainingslager, wir haben hier alles, was wir brauchen“, sagt Luginger, der das Trainingsgelände inspiziert hat: „Es gibt zwei Rasenplätze, einen Kunstrasen und daneben den Wald. Was brauchst du mehr?“ Wohl den ein oder anderen Spieler. Namen kann Luginger noch nicht nennen: „Ich setze mich mit Harald Ebertz und Dieter Ferner zusammen. Wir wollen mit einem 22er-Kader in die Saison gehen. Wichtig ist, dass Spieler charakterlich passen.“
Fünf oder sechs sollen kommen, die auch in den Etat passen. Luginger sagt: „Ich bin es ja von RW Oberhausen gewohnt, mit begrenzten finanziellen Mitteln zu arbeiten.“ Er ergänzt: „Die 3. Liga ist eine verdammt enge Klasse. Sie ist extrem ausgeglichen. Für den FCS wäre der Klassenverbleib ein Erfolg wie die Meisterschaft in der Regionalliga.“


Schnelle Fragen, schnelle Antworten: Jürgen Luginger ergänzt Halbsätze spontan, kurz und schlagfertig

Wenn Sie Bundestrainer wären, spielen in Ihrer Startelf...
Jürgen Luginger: Neuer im Tor, Lahm hinten rechts, Westermann links, Innenverteidiger sind Friedrich und Mertesacker, auf der Doppelsechs Schweinsteiger und Khedira, links im Mittelfeld Özil, rechts Müller, vorne Klose, hinter ihm Podolski.

Weltmeister 2010 wird...
Luginger:...Deutschland, Mann!

Das grandiose Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen Bayern München 1977 endete...
Luginger:...2:1? (die richtige Antwort lautet 6:1)

Im Tor stand damals...
Luginger:...Dieter Ferner. (die Antwort stimmt)

Der FCS spielte zuletzt in der Bundesliga...
Luginger:...vor ein paar Jährchen. (die richtige Antwort lautet in der Saison 1992/93)

Der FCS spielt wieder in der Bundesliga...

Luginger:...irgendwann sicher wieder.


Auf einen Blick
Heute um 13.30 Uhr starten sechs FCS-Anhänger zu einer Radtour nach Worms, wo der 1. FC Saarbrücken morgen im letzten Saisonspiel um 14 Uhr spielt. Treffpunkt zur Abfahrt der „Tour de Worms“ ist die Fankontaktstelle „Innwurf“ in Saarbrücken im Sittersweg 24.
Mit der Tour soll dem Aufstieg, der Meister-Mannschaft und Trainer Dieter Ferner Ehre gezollt und der Abschied von der Regionalliga West begangen werden, so das Fanprojekt „Innwurf“. red


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