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Detlef Schönauer spricht über sein Bühnen-Programm

Worin bestehen denn nun ihre Flügelkämpfe?
Schönauer: Also, das sind Kämpfe um einen richtigen Flügel, keinen Parteiflügel, sondern es geht um ein großes, schwarzes Klavier.

Und warum?
Schönauer: Weil ein Ehepaar, das sich für die Feier seiner Silberhochzeit ausgerechnet Jacques Bistro als Gaststätte ausgesucht hat, einen echten Pianisten am Flügel engagieren möchte. Doch Jacques findet diesen Wunsch völlig überflüssig, schließlich kann er selbst ein bisschen klimpern. Und das, so glaubt er, müsse für die Silberhochzeit allemal reichen. Außerdem sei die Frau Lehrerin, die brauche keinen Mozart.

Können Sie denn klimpern?
Schönauer: Klar, ich bin ausgebildeter Kirchenmusiker, das ist sehr nützlich, um bei meinen Programmen immer etwas Musik einzubauen. Aber der richtige Pianist ist diesmal natürlich Sebastian Voltz. Der ist richtig gut, der kann das viel besser als ich.

Das klingt nach einem sehr musikalischen Programm. Ist es denn auch witzig?
Schönauer: Das hoffe ich doch! Es geht darum, dass wir gemeinsam Stücke für die Silberhochzeit aussuchen. Das sind Arien aus Opern oder Operetten, die wir auf saarländisch, auf pfälzisch oder französisch parodieren. Jacques ist eher für die leichte Muse, Pianist Voltz möchte etwas mit Niveau machen. Und darüber kabbeln sich die beiden.

Welche Opern haben Sie da besonders ins Visier genommen?
Schönauer: Also, ich trällere die Carmen auf saarländisch. Und ich trete als Pfälzer auf, der die berühmte Arie „Das Schreiben und das Lesen“ aus dem Zigeunerbaron singt - natürlich nicht als Schweinezüchter Zsupán, sondern als pfälzischer Wutzefachmann. Wir singen auch mehrere Passagen zusammen, zum Beispiel aus der Zauberkröte. Dabei versuche ich mich auch als Königin der Nacht im Koloratursopran.

Und wie finden das die Silberhochzeiter?
Schönauer: Die kriegen das zum Glück nicht mit, das heißt, die treten nicht auf, die existieren nur im Gespräch zwischen mir und Voltz. Wir beide verhackstücken das untereinander. Hoffentlich zum Vergnügen des Publikums.

Singen nur Sie oder auch der Pianist Sebastian Voltz?
Schönauer: Nä, auch der Sebastian wird nicht verschont. Der knödelt sich „Nessun dorma“ aus der Kehle und kommt damit stimmlich diesem englischen Sänger ziemlich nahe, der mal Handys verkaufte und in einer Talentshow entdeckt wurde. Nur, dass Sebastian noch weniger singen kann. Aber es hört sich gut an, sehr bemüht und verzweifelt.

Das Stück „Flügelkämpfe“ ist noch fast neu und wurde bisher im Saarland nur fünf Mal aufgeführt. Eintrittskarten gibt es an an allen CTS-Vorverkaufsstellen sowie unter www.eventim.de
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