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Deutsche Opelaner protestieren mit Kollegen in Belgien

  Allein aus Deutschland kamen fast 1000 Opel-Mitarbeiter, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Das Ziel der Arbeiter aus Rüsselsheim, Kaiserslautern, Bochum und Eisenach war das mehrere Autostunden entfernte Antwerpen. Dem Opel-Werk in der belgischen Hafenstadt mit zuletzt rund 2600 Beschäftigten droht die Schließung. Insgesamt demonstrierten 5000 Opel-Beschäftigte aus ganz Europa am Mittwoch für den Erhalt von Arbeitsplätzen nach dem Einstieg von Magna.

Roswitha Michels ist aus Rüsselsheim angereist, zusammen mit rund 200 Kollegen, und hat dafür extra Urlaub nehmen müssen. „Wir alle zusammen“, sagte Michels, die seit mehr als 35 Jahren für Opel Autos baut. Der Standort „kann gehalten werden“, sagte sie.

Ähnlich wie Roswitha Michels denken viele. „Man muss nicht immer gleich schließen. Es gibt eine Chance, das Werk zu erhalten“, betonte Peter Wendel, der zusammen mit 500 Kollegen aus Kaiserslautern gekommen war. „Wir wollen alle europäischen Werke erhalten.“ Heute treffe es Antwerpen, morgen vielleicht schon Kaiserslautern, befürchtet Wendel.

„Wir setzen ein klares Signal“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. „Wir lassen uns nicht spalten.“ Die Arbeitsplätze könnten nicht zwischen den Ländern aufgeteilt werden. Schon gar nicht dürften die Werke gegeneinander ausgespielt werden, warnte Franz.

Dies will er auch Ende der Woche in Rüsselsheim bei Verhandlungen mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna deutlich machen. Am Freitag werden europäische Gewerkschaften sowie die Betriebsräte der Opel-Standorte erstmals mit dem Investor verhandeln, wie Peter Scherrer, Chef des Europäischen Metallgewerkschaftsbunds (EMB), mitteilte. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirksvorsitzende und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild betonte, der Verzicht auf Werkschließungen und auf betriebsbedingte Kündigungen sei die Voraussetzung für Verhandlungen. Schild glaubt an ein Überleben Opels auch in Antwerpen: „Ich bin überzeugt, dass Opel wettbewerbsfähig ist - anders als das ehemalige GM-Management.“

Nach den gemeinsamen Protesten in Antwerpen sprach Scherrer von einem „klaren Signal europäischer Solidarität“. Auch er unterstrich, dass eine Schließung des belgischen Werks nicht hingenommen werde. Neben dem Aus für den Standort planen Magna und die russischen Partner, europaweit 10 450 Stellen zu streichen, etwa 4500 davon in Deutschland. „Diese Zahl können wir nicht akzeptieren“, sagte Scherrer.
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