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Deutschlands Raucher – Wege aus der Nikotinsucht

Was das Rauchen mit unserem Körper anstellt.

Jede Zigarette enthält mehr als 3800 chemische Verbindungen, die sich sehr negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Rauchen, insbesondere starkes und regelmäßiges Rauchen, belastet besonders die Lungen und das Herz. Zu den Folgen zählen unter anderem ein deutlich höheres Risiko für Krebserkrankungen, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme und eine niedrigere körperliche Leistungsfähigkeit. Da auch der Hormonhaushalt durch den Zigarettenkonsum beeinflusst wird, kann es außerdem zu Unfruchtbarkeit und Potenzproblemen kommen. Alles schwerwiegende Folgen, die Rauchern in der Regel bewusst sind und im Alltag, sei es in Medien, Aufklärungsprogrammen oder Regierungskampagnen oder immer wieder kommuniziert werden. Doch das Rauchen ist und bleibt eine Sucht und lässt sich, trotz vorhandenem Wissen über die Gefahren, nur schwer in den Griff bekommen.

Auch äußerlich wirkt sich das Rauchen sehr negativ auf den Menschen aus. Der tägliche Glimmstengel führt zu einer schnelleren Alterung der Haut und einem allgemein wesentlich schlechteren Hautbild. Die Haare können durch die Giftstoffe genauso in Mitleidenschaft gezogen werden, wie die Haut. Auch wirkt sich das Rauchen negativ auf unsere Sinne aus. So werden insbesondere Geschmacksnerven negativ beeinträchtigt. Es ist interessant aber nicht verwunderlich zu sehen, dass gesundheitliche und private Gründe mit Abstand der am häufigsten genannte Grund für den Rauchstopp sind:

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Wer sich über die erheblichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit Gedanken gemacht hat und tatsächlich den Schritt in den Rauchstopp wagt, steht vor einer oftmals unterschätzten Hürde. Eine Suchtentwöhnung ist ein anstrengender und schwieriger Prozess und ist oftmals zum Scheitern verurteil. Die wenigsten Menschen verfügen über die mentale Stärke, eine Sucht ohne Hilfe und/oder Hilfsmittel zu besiegen.

Die beliebtesten Methoden zur Raucherentwöhnung im Überblick

Ist der Entschluss das Rauchen aufzugeben gefasst, dann machen sich die meisten Raucher über eine mögliche Begleittherapie Gedanken. Hierbei reichen die Möglichkeiten von Nikotinersatzpräparaten, über Therapien bis hin zu medikamentösen Behandlungen.

Nikotinpflaster und Nikotinkaugummies

Die vermutlich am häufigsten verwendete Rauchentwöhnungsmittel sind das Nikotinpflaster und das Nikotinkaugummi. Beide Präparate führen dem Körper den Suchtstoff Nikotin weiterhin zu, jedoch in einer wesentlich geringeren Dosierung. Der Entzug findet somit gleitend statt und wird daher von vielen Rauchern als durchaus angenehm empfunden. Den Mitteln werden Erfolgsquoten von 5-15% nachgesagt. Dennoch schaffen somit 85-95% den Absprung nicht.

Äquivalent zu Pflastern und Kaugummies sind auch Inhalatoren, welche dem Körper Nikotin zuführen, auf dem Markt erhältlich.

E-Zigarette

Auch die E-Zigarette kann als Entwöhnungsmittel bezeichnet werden. Die E-Zigarette ist jedoch keine Rauchentwöhnung im eigentlichen Sinne, da das Ritual des Rauchens aufrecht erhalten wird. Sie entwöhnt jedoch tatsächlich vom Suchtstoff Nikotin (abgesehen von erhältlichen Präparaten, die Nikotin zuführen). Wirklich effektiv ist die E-Zigarette dabei nicht, denn lediglich um die 5% schaffen mit ihr den Absprung von der echten Zigarette.

Entwöhnungstherapie

Eine Suchtbekämpfung steht und fällt mit der Psyche des Patienten. Wer wirklich aufhören will zu rauchen, muss umdenken und einen enorm starken Willen entwickeln. Selbsthilfegruppen zur Rauchentwöhnung geben Rückhalt und ein Gefühl, nicht alleine mit seinem Problem zu sein. Der regelmäßige Austausch mit „Mitleidenden“ kann im Prozess durchaus unterstützend wirken.

Hypnosetherapie

Ebenfalls beliebt sind Hypnosetherapien, bei denen der Patient vor allem psychologisch bei der Raucherentwöhnung unterstützt werden soll. Erfolgsquoten von bis zu 15% werden hier kommuniziert. Die Hypnosetherapie dürfte insbesondere bei Menschen gut funktionieren, die entsprechenden, alternativen Behandlungsmethoden sehr offen gegenüber stehen. Wer bereits zu Beginn skeptisch ist, wird mit der Hypnosetherapie aller Voraussicht nach nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Medikamentöse Behandlung

Der in aller Regel letzte Schritt zur Raucherentwöhnung ist die medikamentöse Behandlung. In Deutschland ist der Wirkstoff Vareniclin zugelassen, welcher in dem Medikament Champix enthalten ist. Die Wirkung des Medikaments ist nachgewiesen, die Einnahme wird jedoch, auch aufgrund möglicher Nebenwirkungen, nur mit vorheriger ärztlicher Beratung empfohlen. Das Medikament ist daher rezeptpflichtig.

Warum so viele neue Nichtraucher der Versuchung doch nicht wiederstehen können

Tägliche Gewohnheiten wird man nur schwer wieder los – für viele Raucher spenden Zigaretten Entspannung und einen kurzzeitigen Belohnungseffekt im Gehirn. Wer wirklich zum Nichtraucher werden möchte, braucht sehr starke Nerven und muss gerade in der ersten Zeit mit Kopfschmerzen, Gereiztheit und Müdigkeit rechnen. Die Tatsache, das Rauchen in sozialen Situationen wie in Bars oder nach dem Essen für viele Menschen einfach dazu gehört, macht die erfolgreiche Entwöhnung natürlich noch schwerer. Schlüsselreize und –situationen rufen immer wieder das Suchtgefühl hervor. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Raucher einen Weg finden Ihre Entzugsphase konstruktiv zu gestalten und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen.

Quellen:

http://www.herzstiftung.de/Rauchen-aufhoeren-Medikamente.html
http://www.euroclinix.de/champix.html
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/846096/raucherentwoehnung-e-zigarette-aehnlich-wirksam-nikotinpflaster.html
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