A8 Saarlouis Richtung Neunkirchen Zwischen AS Elversberg und AS Neunkirchen-Heinitz Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (15:12)

A8

Priorität: Sehr dringend

2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Dicke Luft: Anwohner forden Lärmschutz an der A1

Illingen/Eppelborn. Sie ist den Anwohnern in Eppelborn-Wiesbach und Illingen-Uchtelfangen ein Dorn im Auge: die Bundesautobahn 1. Derzeit wird die Strecke zwischen dem Autobahndreieck Saarbrücken und der Anschlussstelle Eppelborn umfassend saniert – Gesamtkosten etwa 15 Millionen Euro. Die Bürger fordern, dass im Zuge der Sanierung auch Maßnahmen zum Lärmschutz ergriffen werden. Klaus Kosok vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erklärt die Baumaßnahmen: „Der komplette Straßenkörper, das heißt alles vom Unterbau bis zum Fahrbahnbelag, wird erneuert und an moderne Richtlinien angepasst.“ Da der Straßenverlauf aber nicht angetastet werde, gelte die Maßnahme trotzdem nicht als Neubau sondern als „Bauen im Bestand“. Insgesamt wird die Fahrbahn um etwa einen Meter verbreitert, so dass künftig aus Sicherheitsgründen in jeder Fahrtrichtung ein vollwertiger Standstreifen zur Verfügung steht.

Außerdem habe man so für spätere Sanierungen die Möglichkeit, eine vierspurige Verkehrsführung in einer Baustelle anzulegen. Derzeit sind abwechselnd zwei Spuren in Richtung Trier und Richtung Saarbrücken befahrbar. Die Verbreiterung habe allerdings auch zur Folge, dass die Brücke, welche die A1 über die Verbindungsstraße zwischen Wiesbach und Uchtelfangen führt, neu aufgebaut werden müsse, so Kosok.

Zentrales Anliegen der Anwohner ist der Lärmschutz. „Die Wiesbacher Seite ist bei Ostwind stark betroffen und in Uchtelfangen reicht die Wiesbacher Straße sehr nahe an die Autobahn“, erklärt Rudolf Rothenbusch aus Wiesbach. Gemeinsam mit anderen Bürgern hat er dem Wunsch nach einem Lärmschutz bereits mit einer Unterschriftenliste mit etwas mehr als 200 Einträgen Nachdruck verliehen. „Meine persönliche Minimalforderung wäre ein Flüsterasphalt in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Strecke“, sagt Rothenbusch. Einer Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erteilt das Landesamt für Straßenbau eine Absage. „Vor und nach dem betreffenden Autobahnabschnitt gibt es aus Sicherheitsgründen ein Tempolimit“, erklärt Klaus Kosok. Auf der Strecke der derzeitigen Baustelle gebe es aber keine Notwendigkeit, das Tempo aus Sicherheitsgründen zu drosseln.

Im zweiten Punkt der Forderung sieht es für die Bürger schon anders aus. Laut Kosok wird auf der gesamten Sanierungsstrecke ein Fahrbahnbelag eingebaut, der den Lärm „wahrnehmbar vermindern“ soll.

Den Bürgern um Rudolf Rothenbusch ist es wichtig, nicht gegen den LfS zu arbeiten. Vielmehr geht es ihnen darum, mit den zuständigen Planern ins Gespräch zu kommen. „Es gibt viele Punkte, über die die Bürger informiert werden möchten“, so Rothenbusch. Gegenüber unserer Zeitung hat der LfS zugesagt, vor Ort das Gespräch suchen zu wollen. Dann könne man auch prüfen, wie Betroffenen im Einzelfall geholfen werden könne, so Kosok. So wäre zum Beispiel ein Zuschuss für Lärmschutzfenster denkbar. Kosok bekräftigt: „Wir werden uns einer Suche nach einer pragmatischen Lösung nicht verschließen.“ spe

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein