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Dicke Saarländer heißen meist Manfred oder Brigitte

Von SZ-Redakteur Johannes Schleuning

Saarbrücken. Dicke Saarländer sind Anfang 60, rauchen nicht (aber haben es früher einmal getan), sind verheiratet, arbeiten als Busfahrer oder in der Keramikindustrie und wohnen in einer Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern. Und sie heißen Manfred oder Brigitte. So jedenfalls sieht das die Statistik. Nach den neusten Zahlen des Statistischen Landesamtes bringen nämlich die Saarländer zwischen 60 und 65 Jahren mit durchschnittlich 78,6 Kilogramm am meisten auf die Waage.

Vor allem aber haben sie mit 27,4 den ungünstigsten Body-Mass-Index (BMI) aller Altersklassen. Der BMI bemisst das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße – und sollte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation nicht größer als 25 sein. Demnach sind ferner die verheirateten Saarländer die dicksten (BMI: knapp 27) und in Elektro- oder Verkehrsberufen tätig. Und sie heißen mutmaßlich Manfred oder Brigitte, weil dies 1950 die beliebtesten Vornamen waren.

Am schlankesten sind laut Statistik übrigens junge, ledige Saarländer, die Jan oder Julia heißen. Jan und Julia rauchen, arbeiten in einem sozialen Beruf und wohnen in einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern – also in Saarbrücken.

Doch zurück zu den etwas Üppigeren unter uns. Hier tun sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes interessante Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf.  Während Männer nämlich nach Scheidung oder Tod des Ehepartners durchschnittlich ein paar Hundert Gramm abnehmen, legen Frauen in diesen tragischen Fällen lieber etwas zu. Genauer: rund zwei Kilo. Und während Manfred statistisch gesehen vornehmlich als Busfahrer arbeitet, ist Brigitte (wenn berufstätig) meistens in so genannten Fertigungsberufen zu finden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind damit Beschäftigte in der Metallverarbeitung gemeint sowie in der Baustoff- oder -Keramikherstellung. Letzteres übrigens ein Indiz dafür, dass Brigitte bei Villeroy&Boch arbeitet.

In ein paar Jahren werden Manfred und Brigitte (statistisch gesehen) in Rente gehen – und wir werden uns mit Michael und Angelika (beliebteste Vornamen 1955) beschäftigen müssen. Die beiden werden wahrscheinlich ebenfalls deutlich zu viel auf die Waage bringen. Denn laut Statistik hat sich das altersabhängige Durchschnittsgewicht der Saarländer schon in den vergangenen fünf Jahren kaum verändert.



Hintergrund


Übergewichtige und faule Saarländer sind gefragt: Denn für eine Studie des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Saar-Uni werden echte „Couch-Potatoes“ gesucht, die bislang kaum oder keinen Sport treiben. Mit der Studie soll die Frage untersucht werden, welcher Sport für welchen Menschen gesund ist. Rund 200 Probanden werden dazu ab kommendem Frühjahr sechs Monate lang jeweils dreimal pro Woche von Forschern begleitet trainieren. Ein Teil betreibt klassischen Ausdauersport wie Walken oder Joggen, je nach Fitnesszustand. Die zweite Gruppe absolviert ein Intervalltraining mit deutlich intensiveren Einheiten. Als drittes werden die Auswirkungen eines Kraft-Ausdauer-Trainings an Fitnessgeräten getestet. Eine zusätzliche Kontrollgruppe lebt zunächst sechs Monate so wie bisher – und beginnt erst danach mit dem Sport. Infos: Tel. (06.81) 30.27.04.22. jos


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