A620 Saarlouis Richtung Saarbrücken Zwischen AS Völklingen-Wehrden und AS Völklingen-Geislautern Gefahr durch defektes Fahrzeug (22:19)

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Die 15. Saar-Lor-Lux Classique startete mit über 100 historischen Fahrzeugen

 Wasser hält echte Oldtimer-Fans nicht auf: In strömendem Regen sind gestern rund 100 Teams aus acht europäischen Ländern am Saarbrücker Theater in die 15. Internationale Rallye „Saar-Lor-Lux Classique“ gestartet. In diesem Jahr führt die Strecke jedoch nicht ins benachbarte Ausland, sondern außer durch das Saarland nur durch Rheinland-Pfalz. Nach einer Fahrzeugprüfung und dem Empfang der Bordbücher auf dem Schlossplatz fiel um 12 Uhr der Startschuss. Die erste Etappe der zweitätigen Rundfahrt führte die Boliden durch das Ill-Tal bis nach St.Wendel. Die Strecke ist in diesem Jahr etwas kürzer (je nach Gruppe 300 bis 450 Kilometer), damit die Teilnehmer mehr von Kultur und Landschaft mitbekommen.

Oldtimer im Wert von etwa 20 Millionen Euro sind am Start, sagte der Veranstalter Wolfgang Heinz. Das wertvollste Farhzeug ist ein Alfa Romeo 8C aus dem Jahre 1933 mit einem geschätzten Wert von zwei Millionen Euro.Andere kostbare Wagen seien mehrere Mercedes-Flügeltürer und der Ford V8 Sport Special, der etwa eine Million Euro wert sei.

Für Moderator Klaus Lambert ist die „Classique“ eine große fahrerische Herausforderung: „Die Prüfungen sind alle unglaublich schwer.“ Kartenlesen, Sollzeitfahrten und Geschicklichkeitsprüfungen sind zu bestehen. Dabei sei der Beifahrer gefragt, denn er gibt die entscheidenden Kommandos. Wertungen gibt es in vier Gruppen, Bonuspunkte bekommen Vorkriegsfahrzeuge.

Mit der Startnummer drei ist der Stuttgarter Porsche-Legende Hans Düngfelder mit dabei. Der 75-Jährige strahlt unter seinem Schirm, als er von den fast 200 Pferdestärken seines aktuellen Fahrzeuges berichtet: einem roten BWM 2002 ti aus dem Jahr 1971. „Es ist eine lebenslange Leidenschaft“, sagt Düngfelder. Die durchdringende Nässe stört ihn nicht. Davon seien alle betroffen. Wirklich unangenehm werde es nur, wenn man aus dem Trockenen ins Nasse fahren müsse. Die „Saar-Lor-Lux Classique“ ist auch für den langjährigen Routinier und Beifahrer Hans Keller keine leichte Aufgabe: „Die Polygon-Prüfungen sind eine echte Herausforderung“, sagt er. Dabei müssen die Fahrer im Slalom um Verkehrshütchen fahren.

Bei Regen wird es für die Fahrer in den offenen Vorkriegsfahrzeugen richtig ungemütlich. Das Bordbuch und alle anderen Unterlagen weichen in der Nässe vollständig auf. Michael Pielorz der einem offenen Alvis Speed aus dem Jahr 1937 unterwegs ist, stört das aber wenig: „Der Wagen ist bei Regen noch nie ausgefallen.“ Am Samstag werden die Fahrzeuge noch kurze Stopps unter anderem in Nohfelden, Furpach und Sulzbach einlegen. Am Nachmittag dürfen die Fahrer beim „Grand Prix Dudweiler“ bei einem Beschleunigungsrennen ihr Können beweisen. Danach beginnt ab 16.20 Uhr die Zielankunft am St. Johanner Markt in Saarbrücken.
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