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Die Abiturprüfungen starteten gestern an den drei Homburger Gymnasien

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Die erste der vielen Hürden auf dem Weg zum Abitur ist geschafft: Gestern haben die schriftlichen Abiturprüfungen an den drei Homburger Gymnasien begonnen. Erleichtert sahen sie aus, als die Zwölftklässler am Mittag aus den Schulen strömten. 211 Schüler streben insgesamt an den Homburger Gymnasien in diesem Jahr ihr Abitur an.

Gestern starteten die Prüfungen mit dem Fach Deutsch. Im Grundkurs konnten die Schüler aus zwei Themen eins auswählen. Sie konnten sich für eine Interpretation eines Gedichts der DDR-Autorin Eva Strittmatter entscheiden oder eine literarische Erörterung zum Roman „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann machen. Drei Stunden hatten sie dafür Zeit. Und so strömten um kurz nach elf Uhr gestern bereits die ersten Schüler aus dem Mannlich-Gymnasium. „Ich habe mich wie die meisten für das Gedicht entschieden“, erzählte eine sichtlich erleichterte Christine Hoßfeld. Da es bei einer Gedichtinterpretation eine vorgegebene Gliederung gebe, sei ihr das leichter gefallen. „Die Prüfung war ja erst die erste Hürde, aber die erste ist die schwerste“, meinte sie. Ihre Mitschülerin Michelle Regin hat lieber die literarische Erörterung gemacht.

„Auf ‚Die Vermessung der Welt’ konnte man sich besser vorbereiten“, erklärte die 18-Jährige. Doch Zeit, um sich von der ersten Prüfung richtig zu erholen oder gar zu feiern, haben sie und ihre Mitschüler nicht. „Der Lernmarathon geht direkt weiter“, sagte sie. 47 Abiturienten gibt es am Mannlich-Gymnasium insgesamt.

Um 13 Uhr hatten es gestern dann auch die Abiturienten der E-Kurse (erhöhtes Niveau) geschafft. Sie mussten sich zwischen drei Themen entscheiden: die Analyse eines Textes zum Thema Lesekompetenz, eine literarische Erörterung zu Franz Kafkas Roman „Der Process“ oder eine gestaltende Interpretation zu Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“. „Es lief eigentlich ganz gut“, erzählte Sophia Hennes. Die 18 Jahre alte Abiturientin besucht das Gymnasium Johanneum. Sie hat sich für die Interpretation von „Effi Briest“ entschieden.

„Da habe ich mich gut drauf vorbereitet“, sagte sie. Mit den gestellten Aufgaben war auch Lehrerin Sandra Klehenz- Bühler zufrieden. „Ich fand es fair und angemessen“, sagte sie nach dem Ende der Klausur. Sie unterrichtet einen E-Kurs am Johanneum. 96 Schüler wollen in diesem Jahr dort ihr Abitur ablegen. So wie Marcel Becker. „Die Zeit war knapp, aber es war okay“, zog er nach fünf Stunden Klausur sein persönliches Fazit.

Aber auch für ihn steht erstmal keine Erholung an, denn heute geht es für ihn mit einer fünfstündigen Englisch-Klausur weiter. Fünf Prüfungen müssen alle angehenden Abiturienten im Saarland ablegen – vier schriftliche und eine mündliche. Und wegen des Zentralabiturs finden die einzelnen Prüfungen überall im Saarland am gleichen Tag statt. „Am Donnerstag findet zum Beispiel überall die Französisch- Prüfung statt, am Freitag Mathe und am Montag sind dann Gesellschaftswissenschaften wie Erdkunde, Politik oder Geschichte dran“, erklärte der Leiter des Saarpfalz- Gymnasiums, Jürgen Helwig.

Am Samstag findet die Spanisch- Prüfung statt und am Dienstag nächster Woche geht es um Naturwissenschaften, wie etwa Biologie. 68 Schüler streben an seiner Schule das Abitur an. Die letzte Prüfung – die mündliche – findet am Mittwoch, 8. Juni, statt. Bis dahin ist es noch ein langer Weg für die Abiturienten. Dann darf aber gefeiert werden.

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