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Die Braves werden zu Saarländern

Homburg. Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Homburger Dächern. Jetzt ist es offiziell: Die teckpro Braves werden ein saarländischer Verein. Vor der laufenden Saison hatte der Basketball-Zweitligist aus Kaiserslautern bereits einen Schnitt gemacht und war aus der alten Uni-Halle in Kaiserslautern ins Sportzentrum Homburg-Erbach gezogen. Grund war die fehlende Perspektive in der Barbarossa-Stadt und die mehr als dürftige Hallensituation, die den ambitionierten Gesellschaftern der Braves jede Möglichkeit nahm, den Traum von der Basketball-Bundesliga zu verwirklichen.

Nach einigen Monaten in Homburg gehen die Gesellschafter Christopher Kling, Klaus Dienes und Michael Littig nun konsequent den nächsten Schritt – und bescheren dem Saarland den ersten Herren-Bundesligisten im Basketball seit den Basketballfreunden Dillingen Ende der Achtziger Jahre. Im Zuge dessen werden sich die Braves zur kommenden Saison in „Saar-Pfalz Braves“ umbenennen und den Vereinssitz nach Homburg verlegen. Ob es noch einen weiteren Titelsponsor geben wird, ist derzeit noch offen. „Der Name geistert schon seit vergangenen Mai durch das Umfeld“, verrät Michael Littig. „Und er ist ja auch irgendwie naheliegend. Das gesamte Gebiet soll mit eingeschlossen werden. Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen, niemand soll ausgeschlossen werden.“ Mit dem endgültigen Umzug ins Saarland sind ambitionierte Pläne verbunden. „Wir werden mit sehr vielen saarländischen Vereinen über eine Zusammenarbeit sprechen“, kündigt Littig an.

Ein Grund dafür ist die Gründung der „Jugend Basketball Bundesliga“ (JBBL) zur Saison 2009/10. Über Sichtungstrainings sollen die Talente aus der gesamten Region gefunden und zusammengefasst werden. „In erster Linie geht es darum, dass junge Spieler die Möglichkeit haben sollen, im Saarland unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Zurzeit müssen Talente nach Trier oder sogar Speyer, um diesen Schritt nach vorne zu machen“, sagt Littig, betont aber gleichzeitig, dass „es eine Kooperation sein soll. Kein Spieler soll zwangsweise wechseln müssen oder so etwas. Es ist eine weitere Möglichkeit. Vielleicht schaffen es ja auch ein paar Talente, mittelfristig in der Pro A bei den Braves zu spielen.“ Die Braves-Verantwortlichen streben im Übrigen auch an, dass mittelfristig mindestens vier Spieler des Kaders aus der Region kommen sollen. „Wir wollen dadurch ein Fundament bilden. Wir wollen uns hier konsolidieren und regional entwickeln. Es soll keine Schnellschüsse geben. Durch den Umzug schaffen wir eine Art Verlässlichkeit für potenzielle neue Sponsoren, Helfer und Fans“, so der Geschäftsführer. Daher wird auch das Unternehmen „Bundesliga-Aufstieg“ in der kommenden Saison erst mal auf Eis gelegt. „Das ist alles nicht einfach, aber das ist uns allen klar. Zumal wirtschaftlich gesehen auch schwere Zeiten auf den Basketball zukommen werden. Wir planen bereits jetzt für die kommende Saison mit einem Viertel weniger Etat“, fasst Michael Littig zusammen.
 
Auch in der Hallenfrage wird es weitere Anstrengungen geben. Vormittags steht das Erbacher Sportzentrum den Braves zur Verfügung, abends jedoch nur einmal in der Woche. Littig: „Da sind wir zurzeit etwas erfinderisch, absolvieren teilweise Gemeinschaftstrainings mit anderen Klubs oder Testspiele. Wir arbeiten aber daran, diese Situation weiter zu verbessern.“ 
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