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Die Kaufhof-Ruine kommt weg: Abriss in etwa vier Wochen

Ein Blick von oben auf die Fläche rund um die Völklinger Kaufhof-Ruine; vorne rechts ist das Alte Rathaus zu erkennen. Auf dem Areal sollen demnächst die Abrissbagger anrücken. Foto: Becker & Bredel</p>

Ein Blick von oben auf die Fläche rund um die Völklinger Kaufhof-Ruine; vorne rechts ist das Alte Rathaus zu erkennen. Auf dem Areal sollen demnächst die Abrissbagger anrücken. Foto: Becker & Bredel

Der Völklinger Stadtrat hat seinen Part erledigt: Er hat Anfang Oktober beschlossen über die Auftragsvergabe für den Abriss des ehemaligen Kaufhof-Baus und der Nachbargebäude, der in der Innenstadt den Weg frei machen soll für die Neuansiedlung von Geschäften. Doch seither war es still – wann die Arbeiten losgehen sollen, darüber war aus dem Rathaus nichts zu erfahren. Man warte noch mit der Auftragsvergabe an die vom Rat ausgewählte Firma, hieß es. Denn nicht berücksichtigte Mitbewerber könnten das Vergabe-Verfahren anfechten.

Das ist tatsächlich geschehen, berichtete jetzt Oberbürgermeister Klaus Lorig ( CDU ) auf SZ-Nachfrage. Er bestätigte auch SZ-Informationen, nach denen die Kommunalaufsicht diese beiden Beschwerden inzwischen geprüft und zurückgewiesen habe, weil das Verfahren korrekt gewesen sei. Die Einspruchsfrist, sagte Lorig, sei am Freitag voriger Woche zu Ende gegangen. Denkbar sei zwar, dass die Beschwerdeführer nun vors Gericht zögen. Aber jetzt könne und wolle die Stadt nicht mehr warten, spätestens heute werde die Abrissfirma offiziell beauftragt. Und könne dann in etwa vier Wochen zur Tat schreiten.

Diese Zeit, so Lorig, brauche man fürs Vorbereiten. Gemeinsam mit der Firma werde geplant: Verkehrsführung, Standort des Schutt-Schredders – wichtig, um die Lärmbelastung für Anwohner und Besucher der Innenstadt in Grenzen zu halten –, Zeitablauf. Klar sei bereits, dass zu Beginn ausschließlich drinnen gearbeitet werde; die Entkernung der Häuser sei der erste Schritt.

Sobald die Vorbereitungen fertig sind, will Lorig Rat und Bürger informieren, was sie in den nächsten Monaten wann und wo zu erwarten haben. Und er möchte einladen zur „Abriss-Party“, bei der Bürger, Kommunalpolitiker, Abbruchfirma, das Ingenieurbüro, das schon jetzt die Abriss-Fragen betreut und dann die Bauleitung haben wird, und die Stadtverwaltung zusammenkommen.

Erik Kuhn, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, hatte in einer Mitteilung an die SZ Lorigs Party-Vorhaben scharf kritisiert. „Party“, sagt der Rathauschef dazu, sei vielleicht ein zu flapsiges Wort: „Das wird kein großes Fest.“ Aber ein öffentliches Start-Signal findet Lorig denn doch angemessen.

Und die spätere Neunutzung der Fläche? Die Gespräche mit der Modepark Röther GmbH würden fortgeführt, sagt Lorig dazu, gerade am Dienstag habe es wieder einen Termin gegeben. Das Familienunternehmen, das bereits zahlreiche Filialen im Bundesgebiet unterhält, ist vor einiger Zeit als Interessent auf den Plan getreten. Und Lorig rechnet damit, dass es Anfang 2017 einen Bauantrag einreicht. Vertragliche Festlegungen, sprich: einen Grundstückskauf, könne es aber erst geben, wenn die Fläche baureif sei – also frei. Bis dahin habe die Verwaltung mit komplizierten Preis-Berechnungen zu tun. Denn weil die Stadt den Abriss mit Zuschüssen finanziert, müsse jede kleine Flächenänderung exakt kalkuliert werden: „Wir wollen gutachterlich sicher sein, dass der Preis im Sanierungsgebiet angemessen ist“, sagt Lorig.

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