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Die "Rostwurst- Könige" der Landeshauptstadt

Sie sind die Marktführer in Saarbrücken, wenn es um das Thema Rostwurst geht: die Geschwister Morsch. Vater Werner Morsch und seine Frau Ingrid haben die Erfolgsgeschichte im Jahr 1985 begründet.

Saarbrücken. Darf man "Rostwurst-Könige" zu den Morschs aus Saarbrücken sagen? Ja, keine großen Einwände, denn zumindest kleine Könige sind sie, die vier Geschwister Sabine (Wehr), Uwe, Ralf und Bernd Morsch, die mit Produktion, Vertrieb und drei eigenen Verkaufsstellen zu den Marktführern in der Landeshauptstadt zählen. Allein in "Morschs Imbiss" in der Bahnhofstraße werden an guten Werktagen etwa 1000 Rostwürste verlangt, die weiteren Betriebe befinden sich in der Lebacher Straße sowie in einem Einkaufsmarkt auf den Saarterrassen.

Hergestellt wird die zigfach ausgezeichnete Wurst in der familieneigenen Metzgerei in der Josefstraße in Malstatt. "Seit 1896 wird hier Wurst produziert", erzählt Bernd Morsch, der Älteste, der den Imbiss in der Bahnhofstraße führt. Die Geschwister, zwischen 40 und 50 Jahre alt, haben das Familienunternehmen im Laufe der vergangenen Jahre in eigenständige Betriebe aufgeteilt. Jeder verantwortet einen Teil in Eigenregie, alle vertragen sich aber gut und sind geschäftlich mehr oder weniger voneinander abhängig. Zusammen beschäftigen sie etwa 20 Personen.

Wer auf einem Saarbrücker Kirchenfest, einer Vereinsfeier, auf der Kirmes oder in einer Betriebskantine eine Wurst bestellt, wird mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit auf ein Produkt von Morsch stoßen. Auch Lebensmittelläden führen sie, bis hin nach Lebach und Saarlouis.

Der gute Ruf der Ware wurde von Vater Werner Morsch im Jahre 1985 begründet.  Der bis dahin angestellte Metzgermeister und seine Frau Ingrid, die einen Edeka-Laden hatte, wagten den Sprung in die Selbstständigkeit und übernahmen den Fleischereibetrieb von Willi Kunzler. Der Verkauf an Endkunden begann erst 1995, nachdem ein Ladenlokal (Neufang Bräu) in der Bahnhofstraße frei wurde.

Später zog Morschs Imbiss dann in den Tchibo-Laden um, wo er bis heute ist. Vater Morsch, bei einem Badeunfall tödlich verunglückt, erlebte diese Schritte nicht mehr. Seine Prinzipien gelten aber auch im 28. Jahr der Selbstständigkeit weiter. Sohn Bernd beschreibt sie so: Sei fleißig und aufrichtig, konzentriere dich auf das, was du kannst, liefere nur gute Ware, präsentiere schön und sei freundlich zu den Menschen.

Was sich einfach anhört, will aber Tag für Tag aufs Neue neu geleistet werden. Die "Rostwurst-Könige" sind stolz darauf, dass auch wieder junge Leute Geschmack an der Rostwurst finden. Diese Generation galt bei manchem Wettbewerber bereits als verloren, an Burger- und Kebab-Verkäufer. Bei Franzosen sind die Würste von Morsch ebenfalls hoch geschätzt.

Sicher auch ein Erfolgsrezept der Familie ist die kleine Karte, die sich Experimente und Unbeholfenheiten erspart. Weiße, Rote, Klopse und ein bisschen drumherum, mehr braucht es nicht für ein erfolgreiches, krisenfestes Geschäft.

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