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Die Saarländer produzieren den meisten Müll

Saarbrücken. Im Saarland wird mehr Müll als in anderen Bundesländern produziert. Das geht aus einer Untersuchung des Statistischen Landesamtes hervor. Danach liegt im Saarland nach dem letzten Vergleich für 2007 die Abfallproduktion pro Einwohner und Jahr bei 506 Kilogramm. Ähnlich hoch wie in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 241 Kilo Haus- und Sperrmüll, 135 Kilo Wertstoffe sowie 130 Kilo Bioabfälle. Mit 241 Kilogramm liegt das Aufkommen an Haus- und Sperrmüll im Saarland deutlich höher als in den übrigen Flächenländern, wo man im Schnitt auf 200 Kilo kommt. Die Saar-Mengen für Haus- und Sperrmüll werden nur noch von den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg übertroffen. Ferner ist anzumerken, dass in den gelben Säcken und Containern im Saarland deutlich weniger Wertstoffe landen als in den übrigen Ländern. Andererseits liegt aber das Aufkommen an Biomüll mit 130 Kilo pro Einwohner und Jahr im Saarland gute zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wobei die Rheinland-Pfälzer und die Niedersachsen deutlich mehr biologischen Abfall sammeln.

Minister hat andere Zahlen

Bei diesen Zahlen ist darauf hinzuweisen, dass sich die Datenerhebung der statistischen Ämter von jenen Zahlen unterscheidet, die etwa das saarländische Umweltministerium jedes Jahr als Grundlage für seine Abfallbilanzen nimmt. Denn während der Biomüll beim Landesamt mit 130 Kilogramm zu Buche schlägt, taucht er in der Abfallbilanz lediglich in einer Größenordnung von 51,3 Kilo auf. Der Grund für die Differenz: Von den Statistik-Ämtern wird auch das Material in den Grünschnitt-Anlagen der Kommunen mitgerechnet, nicht nur wie im Umweltministerium die Biotonne.

Die Tatsache, dass im Saarland mehr Abfall als sonstwo produziert wird, ist seit geraumer Zeit bekannt. Deshalb hat die Spitze des Entsorgungsverbands Saar (EVS) im letzten Sommer darauf hingewiesen, dass in den Mülltonnen immer noch zu viele Wertstoffe wie Glas, Papier, Verpackungen oder Bioabfälle landen. Diese Stoffe gehören nach Ansicht der EVS-Chefs Karl Heinz Ecker und Heribert Gisch nicht zum Abfall, sondern sollten in die entsprechenden Container, in den gelben Sack oder in die Biotonne geworfen werden. „Rund die Hälfte der Abfallmengen, die in die grauen Tonne zu finden sind, gehören eigentlich auf alternative Entsorgungswege“, hieß es.
Gerhard Franz  
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