L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Die Stadt Saarbrücken will Flüchtlinge nun in Kitas und einer Schule unterbringen

Die Landeshauptstadt Saarbrücken will ab November die ehemaligen Kindergarten-Gebäude in Eschringen und Ensheim zur dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingen nutzen. Insgesamt sollen an den beiden Standorten etwa 70 Personen Platz finden. Entsprechende Umbauarbeiten sollen rasch beginnen.

Wie der Saarbrücker Bürgermeister Ralf Latz ( SPD ) am Montag bei einem Informationsaustausch mit Politikern, Vereins- und Kirchenvertretern aus dem Bezirk Halberg schilderte, habe die Stadt die von der Landesaufnahmestelle Lebach zugewiesenen Menschen bislang in Wohnungen der eigenen Wohnungsbaugesellschaft untergebracht. In absehbarer Zeit, das heißt schon in wenigen Tagen oder Wochen, reiche der Bestand aber nicht mehr, sodass nach anderem geeignetem Raum Ausschau gehalten werde. Außer den beiden ehemaligen Kitas würden wohl auch zwei Hotels (mit insgesamt 50 bis 55 Plätzen) sowie ein Privathaus in der Saarbrücker Straße in Brebach mit etwa 15 Plätzen als Wohnunterkunft genutzt.

Da die Montessori-Schule nach Friedrichsthal umzog, ist auch das Schulgebäude in Schafbrücke als Quartier interessant geworden. Latz hat aber nicht vor, es als Wohnheim umzubauen. Hier sollen die Menschen, und zwar ausschließlich Männer, nur vorübergehend ein Dach finden, bis regulärer Wohnraum zur Verfügung steht. Bis zu 80 Plätze sind hier vorgesehen. Turnhalle und Duschen sollen nicht von den Flüchtlingen in Anspruch genommen werden. Nebeneffekt des Verzichtes auf einen Umbau: Die Schule bleibt als solche intakt und kann reaktiviert werden, wenn der Bedarf da ist.

In der nüchternen Situationsbeschreibung von Latz war weder „Willkommens“-Euphorie noch „Krisen“-Rhetorik herauszuhören. Der Bürgermeister verwies schlicht auf den unausweichlichen „Druck“, der von Lebach aufs ganze Land übergehe. Dort leben derzeit 4000 Flüchtlinge , zur Hälfte in Großzelten, neben 6000 Kernbewohnern. Saarbrücken mit seinen fast 180 000 Einwohnern hat bis jetzt gut 700 Flüchtlinge aufgenommen, also im Vergleich sehr wenige. So zeigte sich Latz zuversichtlich, dass die Stadt ihrer Pflicht bei der Unterbringung von Asylbewerbern gut nachkommen werde. Bislang hätten sich die städtischen Stellen auf „herausragendes ehrenamtliches Engagement“ verlassen können, und man hoffe auch weiter darauf.

Die auf zwei Stunden angelegte Unterredung, an der auch Berufsfeuerwehr und Polizei teilnahmen, war bereits nach knapp einer Stunde konfliktfrei beendet. CDU-Politiker und Vereinsvertreter Rainer Ritz (Schafbrücke) brachte die Vorhaben als „ausgewogene Sache“ auf den Punkt. „Wir schaffen das“, bilanzierte auch Erich Huber, von der Arbeitsgemeinschaft der Ensheimer Vereine.
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